Chicago, Chicago …

Da wir ja vorhaben, im Sommer unseren Umzug von San Diego nach Chicago per Road-Trip im Auto zu machen, habe ich mir heute spaßeshalber schonmal bei maps.yahoo die Strecke anzeigen lassen: Entgegen erster Befürchtungen sind es nur gut 2100 Meilen – also praktisch nichts (Voraussichtliche Reisedauer: 32 Stunden – wir wollen uns aber trotzdem eine Woche Zeit nehmen!).

Immer noch für ein Staunen gut sind bei solchen Beschreibungen dann die Entfernungen. Wo, wenn nicht hier, gibt es Angaben wie „Auf die I-80 und dann 924 Meilen geradeaus“ …

H.E.R.O.

Es mag an dem hier verbreiteten Patriotismus liegen, aber derzeit findet eine enorme Inflation an Helden statt:

  • Die Columbia-Crew: Heroes!
  • Alle Feuerwehrmänner: Helden!
  • Soldaten: Our Heroes!

Zu meiner Zeit musste man mehr tun, als sich potentiell umbringen zu lassen, um ein Held zu sein!

I’ve been through the desert …

Unser heutiger Trip hat uns wieder mal in die Wüste geführt – diesmal in den „Anza-Borrego Desert State Park“, etwa 90 Meilen landeinwärts.

Ich liebe diese Landschaft … wir haben uns jetzt eine Karte mit den interessantesten Hiking Trails angeschafft, und werden die Gegend, bewaffnet mit Sonnenbrille, Mütze und einer Gallone Wasser pro Person, sicher noch öfter durchwandern!

Happy Valentine’s Day!

Ich gestehe, wie schon letztens erwähnt sind wir „Friends“-Junkies. Das hatte uns bei unserem Aufenthalt 2000 schon gefallen, und wir haben unser altes Laster hier sofort wieder aufgenommen: Dank Reruns auf diversen Kanälen können wir jeden Tag drei Wiederholungen alter Folgen schauen (um die schönsten Momente, wie zum Beispiel gerade Chandler und Monicas Hochzeit, noch einmal zu erleben).

Dazu noch jeden Donnerstag eine neue Episode, und unser Glück ist vollkommen. Vor allem, wo sich NBC gerade durchgerungen hat, noch eine zehnte Staffel zu produzieren.

Auch sehr spaßig beim „Friends“-Schauen ist es, die regelmäßigen Cameos bekannter Schauspieler zu entdecken. In den letzten Wochen zum Beispiel: Brad Pitt, Isabella Rosselini, Jean-Claude Van Damme, Tom Selleck, Chrissie Hynde, Gary Oldman, Susan Sarandon, Sean Penn, Dina Meyer, Julia Roberts, Jeff Goldblum, Denise Richards, Ben Stiller …

Thema „entdecken“: Welche dieser Nasen gehören Michael Jackson?

And the Oscar goes to …

Es ist mal wieder so weit: Die Nominierungen für die „75th Academy Awards“ sind da – und wie schon letztes Jahr lasse ich es mir nicht nehmen, mein Wettspiel ins Netz zu stellen.

Ab sofort könnt ihr unter oscar.rowlff.de eure Tipps abgeben, wer am 23. März das Rennen macht. Je mehr Teilnehmer, desto besser. Also verteilt den Link!

Natürlich seit dem vergangenen Mal in verbesserter Programmierung (trotzdem, oder gerade deswegen, bin ich an jedweder Kritik und Hinweisen interessiert), und vor allem mit automatischer Auswertung, so dass ihr sofort nach Ende der Veranstaltung sehen könnt, wer (und wieviel) gewonnen hat – inklusive einer Rangliste aller Mitspieler … (^_^)

This is not a drill!

Nachtrag zum Thema „Fear“: Seit einigen Tagen ist der Alert Level für die USA auf die Stufe High/Orange angehoben – erhöhte Gefahr eines Terrorangriffs .Gründe werden seitens der Behörden, wie neuerdings üblich, nicht genannt. Außer dem lächerlichen „Wie haben Beweise, die wir aber nicht verraten können!“.

Die Bevölkerung wird aufgerufen, Ruhe zu bewahren und sich ganz normal zu verhalten. Trotzdem aber Lebensmittel und alles weitere notwendige für mehrere Tage griffbereit zu halten (z.B. Plastikplane und Klebeband, um im Falle eines chemischen oder biologischen Angriffs die Fenster abkleben zu können …), und in Radio und Fernsehen wird gerne mal für ein paar Minuten das Notfallsystem getestet („This is only a test of the emergency broadcast system!“)

Irgendwie fühlen wir uns aber gar nicht unsicher. Muss an der europäischen Herkunft liegen …

Bowling for Columbine

Zu gestrigem Eintrag passt die hervorragende Dokumentation „Bowling for Columbine“, die meines Wissens auch schon in Deutschland im Kino ist (Unbedingt ansehen!)

Ausgehend vom High School-Shooting in Littleton geht Filmemacher Michael Moore quer durch die USA und Kanada der Frage nach, warum die Vereinigten Staaten so ein gefährliches Pflaster sind. Mit über 11.000 Toten durch Schusswaffen jedes Jahr sind das mehr als 30mal so viele Opfer wie in allen anderen Industrieländern.

Erklärungsversuche in Interviews zum Beispiel mit Charlton Heston (Vorsitzender der National Rifle Association): „Die USA haben eine gewalttätigere Geschichte.“ Moore: „Gewalttätiger als Deutschland?“ Heston: „Sicher!“

Vielleicht liegt es an der Menge an frei verfügbaren Waffen? Angesichts bis an die Zähne bewaffneter Milizen („Nur zur Verteidigung!“, „Mein in der Verfassung verbrieftes Recht!“, „Ich habe eine M16 zuhause!“) würde das nahe liegen. Aber komischerweise hat Kanada eine genau so hohe dichte an Feuerwaffen, aber praktisch keine Morde!

Was bei einem Gespräch in Toronto herauskommt: In Kanada schließen die Leute ihre Haustüren nicht ab (Moore probiert es aus. Stimmt!) Er schlussfolgert daraus, dass US-Bürger unglaublich ängstlich sind, dass das ganze Land in ständiger Furcht lebt – bestärkt wird dieses Gefühl von den Medien: Zwar ist die Zahl der Gewaltverbrechen in den vergangenen Jahren ständig zurück gegangen, die Zahl von Berichten über Morde ist dagegen um ein vielfaches gestiegen.

Moores Schlusssatz: „Ein Land voller so ängstlicher Menschen sollte keinen so einfachen Zugang zu Feuerwaffen haben …“

Alles in allem sicher Oscar-würdig. Aber auch Oscar-verdächtig?

Hang ‚em higher!

Einen faszinierenden Einblick in die amerikanische Seele gewährt die San Diego Regional Sex Offenders Map . Eine direkte Folge von „Megan’s Law“ (mehr Infos auf genannter Seite) ist hier, dass verurteilte Sexualverbrecher nach Verbüßung ihrer Strafe für den Rest ihres Lebens ihren Wohnort jederzeit der lokalen Polizei mitteilen müssen – die diese Informationen dann schnurstracks für alle ins Internet stellt.

Einfach die eigenen Adresse eingeben, und schon erhält man eine Karte mit den Aufenthaltsorten sämtlicher Perverser (so wird das hier jedenfalls verkauft) in der Umgebung. Mit Symbolen sortiert nach Schwere der Verbrechens (blauer Kreis für leichte Vergehen, rote Quadrate für Wiederholungstäter … gelbe Sterne habe ich komischerweise gar keine gesehen, dabei hat sich das doch bewährt!), dazu die genaue Adresse, Beschreibung der Straftaten sowie natürlich ein Foto. Alles im Namen des „Kinderschutzes“! Fehlt nur noch ein Diskussionsforum auf der Seite, damit die braven, bewaffneten Bürger sich für ein wenig koordinierte Lynchjustiz verabreden können!

Das „Land of the free“ hat es in solchen Dingen wirklich nicht sehr mit freiheitlich demokratischen Grundideen wie Rehabilitation und Datenschutz …

This is …

Zum Einleben gehört natürlich auch immer das Finden eines guten Radiosenders. Anfangs haben wir unser WDR2 schon ziemlich vermisst (vor allem weil das Prinzip eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks hier recht unbekannt ist, und sämtliche Sender einigen wenigen großen Konzernen gehören und ausgesprochen kommerziell agieren), aber mittlerweile haben wir mit KGB 101.5 einen recht guten Ersatz aufgetan.

Wir kennen die Moderatoren (Dave, Shelley & Chainsaw oder Mojo Nixon), mögen die „Classic Rock“-Ausrichtung (die den ganzen Tag lang z.B. Queen, AC/DC oder The Who und Gassenhauer wie etwa „Stairway to Heaven“, „Bad to the Bone“ oder Born to be wild“ spielen) und wissen die Programmpunkte (abgedrehte Fernsehbesprechungen oder das Gegenüberstellen eines Songs mit mehreren Cover-Versionen) zu schätzen

Negativ nur zu vermerken: Keine Nachrichten (das interessiert hier niemanden), und „Hotel California“ läuft ein bisschen sehr häufig (^_^)

Die Menge an LOTR-Links ist fast schon peinlich, aber andererseits ist dieses Beispiel zu gelungen: Engrishe Untertitel beim asiatischen Bootleg von „The Two Towers“ .

Krümelmonster …

Bei allen Fehlern – womit die Amerikaner sich wirklich auskennen, sind Cookies: Für uns sind das die leckeren Oreos in allen Varianten, und extra dicke „Chips Ahoy Chocolate Chip-Cookies“ (wahlweise besonders viele Stückchen oder chewy). Unsere Speisekammer enthält daher auch regelmäßig dank Rabatten in großen Mengen eingekaufte Pakete.

Und weil Cookies ja eigentlich frisch aus dem Ofen am besten schmecken, jetzt neu die „Ooey Gooey Warm’n Chewy Chocolate Chunk“-Mikrowellenkekse. Mit $2.95 für 10 Kekse schweineteuer, aber lohnenswert: Einfach für 30 Sekunden nuken und dann genießen \(^o^)/

Sogar Gabe mag sie …