Captain’s Log

Immer wieder faszinierend, in die Server-Logs hinein zu schauen: Am schönsten bei den Statistiken ist natürlich die Tatsache, dass seit rowlff.de online ist, Monat für Monat mehr Besucher vorbei schauen \(^o^)/

Fast genau so spannend sind aber die kleinen Details:

  • Die meisten Besuche eines einzelnen Rechners kommen regelmäßig von Benteler (Hallo, Guido!)
  • Ein gewisser ‚Duronjan‘ hat einen Link zu rowlff.de auf seinem Desktop
  • Die meisten Besucher benutzen immer noch Windows. Macs erst auf Platz 6, Linux abgeschlagen auf 15
  • Die Zugriffe kommen, zumindest ihrer IP nach, auch aus Thailand, Italien, Norwegen, Saudi Arabien, Israel oder Japan

Am mysteriösesten aber sind einige Log-Einträge von „US-Behörden (.gov)“! Geht der INS im ‚War on Terrorism‘ jetzt auch die Domains aller Expats durch? Hoffentlich habe ich nichts gefährliches geschrieben … andererseits sind diese ganzen Agencies dermaßen inkompetent, dass denen ohnehin nichts auffällt. Und wenn doch, geht es verloren: INS-Angestellter schreddert 90.000 Anträge wegen Arbeitsüberlastung !

Acknowledgements

Das bereits erwähnte Programm für die anstehenden Experimente in Katharinas ‚Child Language Lab‘ ist fertig, und wurde von der zuständigen Professorin für gut befunden (jetzt fehlt nur noch die koreanische Version. Mal schauen …).

Intern ist das Ergebnis gar grauslig, und widerstrebt meinen sämtlichen ästhetischen Vorstellungen über gelungenen Code, aber das war ja auch mein erster Versuch mit Objective-C und Cocoa. Hauptsache es läuft erstmal!

Cool bei der Sache: Bei allen wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Daten, die mit dem Programm gesammelt werden, werde ich mit erwähnt. Wenn ich mir jetzt noch einen Ph.D. kaufe … (^_^)

Auch wenn ich riskiere, in einen Mail-Wechsel mit Gudrun verwickelt zu werden (was andererseits ja mal wieder sehr schön wäre): Wenn ich im Spiegel über ihre Blockadepolitik lesen muss, kotzt mich das Gewerkschaftspack schon wieder an!

Passend dazu ein sehr guter Gastkommentar an gleicher Stelle: Das Kündigungsschutzgesetz ist ein wichtiger Grund für die Arbeitslosigkeit .

You’re in the army now!

Der Feldzug gegen den Irak ist noch immer nicht sicher (auch wenn die meisten Medien in den USA spätestens nach Powells heutiger Rede vor dem Sicherheitsrat fest davon ausgehen), aber egal wie die Entscheidung letztendlich aussieht: Der Umgang mit dem Militär ist hier ein gänzlich anderer, als aus Europa und besonders Deutschland gewohnt.

Martialische Spielzeuge (z.B. das „Afghanistan Playset“, bestehend aus ein paar Häuserruinen und heroischen G.I.s mit realistischer Waffenausstattung) waren ein Verkaufsschlager zu Weihnachten, Geschäfte die etwas auf sich halten, gewähren Soldaten und ihren Angehörigen großzügige Rabatte, jeden Sonntag werden die „Men and women in our armed forces“ in die Fürbitten aufgenommen, von George W.s „State of the Union-Adress“ letzte Woche ganz zu schweigen …

Außerdem vergeht natürlich kein Werbeblock im TV ohne einen Recruiting-Spot mit dem neuen „Army of One“-Slogan. Besonders schön der dazugehörige Text: „In most other educations, they teach you how to make things …“ – geht dann aber anders weiter, als ich spontan ergänzen würde! (^_^)

Sehr geehrter Beitragszahler,

Mal wieder Post aus der alten Heimat: Die BfA teilt mir meinen aktuellen ‚Kontostand‘ mit. Und abgesehen davon, dass nicht alle meine Beitragszeiten korrekt erfasst worden sind, ist der Blick auf die resultierende Rente immer wieder für einen Lacher gut:

Für insgesamt eingezahlte Beträge von gut 14.000 Euro habe ich Rentenansprüche von 70,45 Euro erworben! Na super – wenn ich die Kohle direkt vernünftig anlegen dürfte, kriege ich selbst bei den aktuellen, niedrigen Zinsen von konservativ etwa 4 % gut und gerne 600 Euro im Jahr. Das sind jetzt schon 50 Euro im Monat.

Lasse ich dieses bisschen Geld ohne weitere Zahlungen einfach nur bis zu meiner Rente (ab 60, mehr muss nun wirklich nicht sein) in besagtem Aktienfond, bin ich schon (selbst wenn die Zinsen nie wieder steigen, was unwahrscheinlich ist) bei [kurz in Excel tipp‘ …] über 48.000 Euro oder 160 Euro an Zinsen im Monat. Hat bei der Bfa eigentlich keiner der überbezahlten Beamten vom Zinseszins-Effekt gehört? Vermutlich nicht, man muss sich ja auch keine Gedanken machen, wenn man selber keine Rentenbeiträge abdrückt …

Und kommt mir jetzt nicht mit dem „Generationenvertrag“: Nicht nur, dass ich den nie unterschrieben habe – bis wir 65 sind, zahlt unsere Rente sowieso niemand mehr!

Was lernt uns das? Nach unserer Rückkehr muss ich dringend dafür sorgen, eine echt selbstständige, nicht rentenversicherungspflichtige Tätigkeit zu finden … sofern nicht bis dahin eine grundlegende Reform in Gang gebracht wurde. Was ich für unwahrscheinlich halte. Obwohl, wenn ab sofort jeder Bundesbürger jährlich eine Übersicht über seine krümeligen Rentenaussichten bekommt, passiert ja vielleicht wirklich mal was!

Coming up next

Der Vorteil, hier in den USA zu wohnen, liegt natürlich darin, dass wir die neuesten Fernsehsendungen schon lange vor Europa mitbekommen.

Nicht nur die aktuellen Staffeln von „Buffy“, „Futurama“, „Enterprise“ und vor allem unseren absoluten Favoriten „Friends“, sondern auch die Shows, die es unter Umständen sogar verdienen, über den großen Teich zu kommen. Damit ihr schon ein bisschen gespannt sein könnt, hier einmal die wenigen von uns für würdig erachteten:

  • 24 – eine Actionserie mit der interessanten Prämisse, dass das in einer Staffel geschilderte Ereignis (zum Beispiel aktuell die Jagd nach einer in L.A. versteckten Atombombe) genau 24 Stunden dauert. Und alles in Echtzeit, also 24 Folgen á einer Stunde, gezeigt wird.
  • King of the Hill – Abgedrehte Comicserie in Texas. Wir haben ein paar Folgen gebraucht, um uns mit den Zeichnungen, dem „Drawl“ und den Stories anzufreunden – aber jetzt verfolgen wir gerne die alltäglichen Abenteuer von Hank, Peggy, Bobby, Dale, …
  • Smallville – Die Jugendjahre von Clark Kent, der seine Superkräfte noch nicht recht unter Kontrolle hat (und zum Beispiel beim Anblick einer scharfen Braut gerne mal seine Umgebung in Brand steckt), noch mit Lex Luthor befreundet ist, schon hinter seiner Highschool-Liebe Lana Lang herschmachtet, und ohne das lächerliche blaue Kostüm sowieso viel besser aussieht.
  • Gilmore Girls – sind zu guter Letzt sehr sympathische Geschichten einer alleinerziehenden Mutter und ihrer Teenage-Tochter in einer klitzekleinen amerikanischen Stadt, voller harmlos verschrobener Menschen. Einziges Problem ist, dass alle unendlich schnell sprechen. Aber das trainiert ja irgendwie auch … (^_^)

(Dazu kommen natürlich noch jede Menge mehr oder weniger abgedrehter „Reality Shows“: Die Produzenten überbieten sich hier mit Ideen, welche Gruppe von Leuten man in ein Haus sperren kann, etwa Abschlussjahrgänge der Highschool oder ehemalige Fernsehstars. Alles in allem nicht der Rede wert.)

Del

Anstatt in die nähere Umgebung ins Grüne zu fahren, haben wir uns heute mal in die Innenstadt San Diegos aufgemacht. Anlass eigentlich das chinesische Neujahrsfest, aber nachdem sich das als wenig spektakulär herausgestellt hat, hatten unsere Bekannten zum Glück noch den Vorschlag gemacht, nach Coronado rauszufahren.

Diese Insel in der San Diego Bay hat nicht nur den Vorteil, über eine wg. gelegentlich passierender Flugzeugträger extrem hohe Brücke mit sehenswerter Aussicht erreichbar zu sein (leider keine schönen Fotos aus dem fahrenden Auto), sondern auch selber einiges zu bieten: Breiter Sandstrand, und vor allem das berühmte Hotel del Coronado – der geneigte Filmliebhaber erkennt auf dem Foto sicher die Kulisse von „Some like it hot“ wieder! Außerdem beherbergt das Hotel eine geniale Eisdiele … (^_^)

I see a lot of flames …

Erinnert mich bitte daran, sollte die NASA mir jemals einen Flug ins All anbieten (was ich ja immer noch cool fände), dass ich darauf achte, keinen Termin Ende Januar zu erwischen …

Aber obwohl Shuttle-Flüge ja heutzutage angeblich Routine sind, war die Washington Post heute mit ihrem wohl vorab verfassten Artikel zur erfolgreichen Landung ein wenig sehr optimistisch! (Ich hoffe, der Link existiert noch etwas länger, sonst kann hoffentlich der Google-Cache helfen)