Was brauche ich teures, batteriebetriebenes Spielzeug? Samuels größte Freude ist die kleine Geldkassette, die ich ihm heute aus dem Baumarkt mitgebracht habe – für nur 7,30 Euro ist der Kleine stundenlang beschäftigt: Schlüssel rein, Schlüssel raus, aufschließen, zuschließen, …
Monat: Dezember 2004
Aargh! Handschaltung!
Fast habe ich mich an das Autofahren in Deutschland ja schon wieder gewöhnt (nach ein paar kleineren ‚Verschaltern‘ auf den ersten Kilometern). Aber abgesehen natürlich von den Benzinpreisen gibt es noch ein paar andere Kleinigkeiten, mit denen ich zu kämpfen habe. Vor allem ist es mir ein Rätsel, wie man in so klitzekleinen Autos, auf so klitzekleinen Autobahnen, so rasen kann. Und dann muss ich noch ständig wieder auf die rechte Spur wechseln, weil der rasende Drängler (drängelnde Raser?) hinter mir auch nur links überholen darf…
Ich ertappe mich jedenfalls ständig dabei, wie ich mit 65 Meilen pro Stunde über deutsche Highways gleite (so gut das in einem Twingo halt so geht), weil schneller sich einfach nicht richtig anfühlt.
Holy Crap
Eins vorweg: Bei der Weihnachtsgeschichte muss ich immer noch schluchzen – dass kann selbst Pfarrer Hennek nicht verhunzen. Aber ansonsten bin ich angesichts der Weihnachtsmesse in St. Ansgar drauf und dran, gleich wieder vom Glauben abzufallen! Der Chor hat selbst die eigenen, niedrigen Standards der vergangenen Jahre noch unterboten.
Der Organist hatte wenigstens die Entschuldigung, betrunken zu sein. Messwein gab’s auch keinen, die Gemeinde kaum festlich, und wenn ich dann noch „Geiz ist Geil“-Geldsäcke sehen muss, die zur Kollekte mit spitzen Fingern eine 20 Cent-Münze aus dem Portemonnaie fischen und mit Gönnermiene in den Korb werfen…
Die Predigt beklagte übrigens nur die sogar für hiesige Verhältnisse kleine Schar Gläubiger, geißelte die nicht Anwesenden für ihren Unglauben (und selbst das noch emotionslos), ohne Aspekte wie Hoffnung und Vergebung auch nur zu streifen. Ergo: Thema und Zielgruppe verfehlt – ich für meinen Teil wundere mich jedenfalls nicht darüber, dass immer weniger Leute kommen. Werde selbst garantiert woanders das nächste Weihnachtsfest feiern.
Merry Christmas, everyone
Einkaufen schwierig
Ein netter Nachbar hat ein offenes Funknetz für mich, wenn ich in Samuels neuem Zimmer am Fenster stehe (^_^) Weitere erste Erlebnisse: Beim Bezahlen mit EC-Karte (Kreditkarte habe ich mir ja schon ganz abgeschminkt) im Supermarkt verlangt die Kassiererin den Personalausweis, und notiert die Nummer? Dauert natürlich ewig, sehr zum Missfallen der Leute hinter mir in der Schlange. Dass ich die Tüten (die ich zudem selbst bezahlen muss) auch noch eigenhändig erst einmal packen muss, macht das ganze erst recht nicht schneller. Sehr unbefriedigend, alles in allem!
Gleich danach: IKEA. Und selbst für Einkäfe dieser Dimension keine Kreditkarte (oder Tüten)? Ach je…
At first sight
Flughafen Frankfurt, allererste Eindr¨cke: Auf dem gesamten Airport ist mir kein einziger korrekter Apostroph untergekommen. Die beiden Türkinnen hinter der Theke im Cafe verstehen mein Deutsch ungefähr so gut wie ihre amerikanischen Gegenstücke mein Englisch verstanden haben. Und selbst wenn in designierten Zonen zusammen gepfercht, stinken Raucher fürchterlich!
Bye, Bye!
Einen wortreichen Abschied von diesem schönen und wichtigen Kapitel unseres Lebens spare ich mir: Die Koffer sind gepackt! Wir sehen uns im alten Deutschland…
Samspeak
You’re hired!
Yay! Kelly ist der nächste Apprentice! Jetzt können wir das Land verlassen… obwohl wir natürlich noch nächste Woche das Finale von The biggest Loser verpassen. Und die aktuelle Episode der Desperate Housewives . Und vor allem Sports Illustrated: Swimsuit Model Search …
Prezenty!
Da ihr mir ja sowieso nichts von meiner amazon Wishlist kauft, hier mal ein paar Vorschläge für Samuel:
- Eine Murmelbahn
- Ein Spielzeugtelefon (damit er endlich unseres in Ruhe lässt)
- Ein Schlüsselbund (nichts aus Plastik, sondern einfach ein paar ausrangierte Schlüssel)
- Verschieden geformte Klötze, und ein Behältnis mit passenden Löchern im Deckel zum Sortieren
- Eine Holzeisenbahn
