Einen faszinierenden Einblick in die amerikanische Seele gewährt die San Diego Regional Sex Offenders Map . Eine direkte Folge von „Megan’s Law“ (mehr Infos auf genannter Seite) ist hier, dass verurteilte Sexualverbrecher nach Verbüßung ihrer Strafe für den Rest ihres Lebens ihren Wohnort jederzeit der lokalen Polizei mitteilen müssen – die diese Informationen dann schnurstracks für alle ins Internet stellt.
Einfach die eigenen Adresse eingeben, und schon erhält man eine Karte mit den Aufenthaltsorten sämtlicher Perverser (so wird das hier jedenfalls verkauft) in der Umgebung. Mit Symbolen sortiert nach Schwere der Verbrechens (blauer Kreis für leichte Vergehen, rote Quadrate für Wiederholungstäter … gelbe Sterne habe ich komischerweise gar keine gesehen, dabei hat sich das doch bewährt!), dazu die genaue Adresse, Beschreibung der Straftaten sowie natürlich ein Foto. Alles im Namen des „Kinderschutzes“! Fehlt nur noch ein Diskussionsforum auf der Seite, damit die braven, bewaffneten Bürger sich für ein wenig koordinierte Lynchjustiz verabreden können!
Das „Land of the free“ hat es in solchen Dingen wirklich nicht sehr mit freiheitlich demokratischen Grundideen wie Rehabilitation und Datenschutz …
