Cash on Delivery

Was eine Entbindung in Deutschland kostet, konnte ich auch nach einigem googlen nicht zuverlässig heraus finden – das kommt davon, wenn die ganzen Kassenpatienten keine Rechnungen zu sehen kriegen. Dafür haben wir aber jetzt hier einen „Kostenvoranschlag“ der University of Chicago Hospitals für Katharina (bzw. Samuel) bekommen: $15.000 – falls alles ohne besondere Vorkommnisse über die Bühne geht. Bei Komplikationen oder gar einem Kaiserschnitt wird mindestens das doppelte fällig.

Da wird sich unsere Krankenversicherung aber freuen … und ich bei näherem Nachdenken auch, da ich die Rechnung ja hier erst bezahlen muss, und dann die Auslagen später erstattet bekomme!

Money for Jesse

Heute hat mal was bürokratisches geklappt: Ohne größere Probleme konnte ich unser Auto ummelden. Allerdings schweineteuer, denn ich brauchte natürlich erst einmal einen neuen Fahrzeugbrief (Illinois statt Kalifornien, $65). Anschließend die Registration ($78, äquivalent zur deutschen KFZ-Steuer) und obendrauf den „Chicago-Sticker“, den alle Einwohner der Stadt in der Windschutzscheibe haben müssen ($75 für die jährliche Maut). Immerhin wurde kein Sales Tax fällig, weil wir das Auto schon länger als 3 Monate besitzen …

Dafür bekommt der Autofahrer von den Behörden aber auch wirklich etwas geboten. Wie wär’s mit der Flash-Animation The History of Illinois License Plates auf der Seite von Secretary of State Jesse White?

Road Trip

Schneller als erwartet: Mein dsl-Anschluss ist geschaltet, ich bin endlich wieder mit vernünftiger Geschwindigkeit im Netz unterwegs – und die versprochenen Bilder unseres Road Trips von San Diego nach Chicago sind online.

Weather News

Falls ihr immer schon wissen wolltet, wie es nach einem der typischen Gewitter in Chicago aussieht … das Ergebnis von 30 Minuten Wolkenbruch!

Die Bevölkerung nimmt es gelassen. Wenn der Bürgersteig überflutet ist, geht man halt barfuß … (^_^)

Yummy!

Was ganz wichtiges gefunden: Der University Bookstore an der 57sten Ecke Ellis hat auch ein Starbucks. Die Lesenachmittage mit White Chocolate Mocha (oder Frappucino bei diesem Wetter) sind also gesichert!

Sneak Preview

Die Bilder unseres Road Trips sind immerhin schon auf meinem Rechner, und ich habe eine ganze Reihe davon ausgesucht. Ins Netz stellen kann ich diese Menge an Daten aber erst, wenn mein dsl-Anschluss Anfang nächster Woche geschaltet ist.

Zur Überbrückung hier schonmal ein klitzekleiner Vorgeschmack … eines der beeindruckenden Panoramen des Grand Canyon. Und ich bin auch drauf! (^_^)

Bureaucrazy

Für heute hat M. sich vorgenommen, einen Führerschein aus Illinois zu erhalten. Weiß er doch nach seinen Erfahrungen in Kalifornien, dass er diesen brauchen würde, um in Chicago eine Autoversicherung zu bekommen. Welche wiederum Bedingung dafür ist, den Wagen hier zulassen zu können.

Mühsam hat M. den Torwächter passiert, nicht ohne eine eingehende Überprüfung seines Ausweises sowie ein Durchleuchten der Tasche, und anschließend scheinbar endlos auf den Aufruf von Nummer A152 gewartet. M. tritt an den Schalter:

„Ich bin gerade aus Kalifornien nach Chicago gezogen, und brauche jetzt eine Illinois-Driving License“, hebt er an.

Ohne dass der Beamte aufsieht, kommt es „Kalifornischer Führerschein, Adressnachweis, Passport, Social Security Number“ aus dem Fenster.

M. schluckt: „Letzteres ist ein Problem. Ich bin auf einem J-2 Visum hier, und habe deswegen keine SSN …“

Diesmal schaut der Beamte auf: „Dann gibt es auch keinen Führerschein!“

Auf M.s verwirrten Blick hin, fühlt sich der Beamte schließlich genötigt zu erläutern: „Im Staat Illinois ist es Gesetz, dass für das Ausstellen eines Führerscheins eine Social Security Nummer vorliegen muss.“

„Können“, setzt M. nach kurzem Zögern noch hoffnungsfroh nach, „Sie mir das vielleicht schriftlich geben? Dann kann ich dieses Schreiben bei der Social Security Administration vorlegen als Grund dafür, dass ich eine SSN brauche.“

„Wir stellen grundsätzlich keine solchen Bescheinigungen aus“, wiegelt der Beamte ab. „Haben wir früher gemacht, aber jetzt nicht mehr.“

„Aber …“, bekommt M. noch heraus, bevor sein Gegenüber nachlegt:

„Außerdem wird Ihnen die SSA, eine Bundesbehörde, garantiert keine Social Security Number geben. Weil ein Antrag auf einen Führerschein laut Federal Law kein hinreichender Grund für das Ausstellen einer SSN ist.“

Noch versucht M. zu argumentieren: „Laut Illinois-Law muss ich aber innerhalb von 90 Tagen einen entsprechenden Führerschein haben. Und mein Auto versichern muss ich auch … Catch-22!“

„Ich weiß, Sir, aber da kann ich ihnen auch nicht helfen.“

Der Blick des Beamten wandert über M.s Schulter.

„A153! „

Take a deep, cleansing breath …

Dieses Wochenende haben wir erst einmal eine Lamaze-Class zur Geburtsvorbereitung besucht. Sehr viel besser, als ich mir das vorgestellt hatte: Kein peinliches gemeinsames Hecheln, statt dessen jede Menge hilfreiche (und dem Anschein nach auch sehr realistische) Tipps. Und hinterher gab’s sogar ein Zertifikat – das werde ich ab sofort meinem Lebenslauf beilegen … (^_^)

Außerdem eine gute Gelegenheit, neue Leute kennen zu lernen – wie zum Beispiel Arthur und Amanda, ein sehr nettes holländisch-texanisches Pärchen – die man dann später zusätzlich als Babysitter oder Krabbelgruppe missbrauchen kann. Und diese gleichzeitig nach Empfehlungen bezüglich Ärzten zu fragen. Haben wir hier schließlich auch noch nicht.

Quak

Von Katharinas Professorin in San Diego haben wir als Abschiedsgeschenk diese niedlichen koreanischen Wedding Ducks bekommen.

Ms. Duck ist übrigens die mit dem zugeknoteten Schnabel. Sehr weise, diese Asiaten …