Check!

Geht doch: Auch ohne SSN war die Bank hier in der Lage, für Katharina und mich einen gemeinsamen Checking Account einzurichten. Also kann ich ab sofort auch selber Schecks ausstellen. Und kriege eine Kreditkarte.

Fühle mich gleich viel vollwertiger! (^_^)

DS-2019

Heute hat Katharina das Formular DS-2019 für unsere neue Aufenthaltsgenehmigung abgeholt – damit sind wir bis Ende Januar 2004 legal im Lande. Mehr oder weniger, zumindest, denn aufgrund noch weiter verkomplizierter Bestimmungen brauche ich seit neuestem ein eigenes Exemplar des Papiers (und bin nicht mehr wie früher als „Spouse“ mit abgedeckt). Dauert wieder ein paar Wochen, bis das alles da ist.

Unsere Visa sind auf jeden Fall am 30.6. abgelaufen, so dass wir die USA nach dem Verlassen jetzt nicht mehr betreten könnten. Diese zu verlängern ist auch schwierig – abgesehen davon, dass das neue Visum nur so lange gelten würde wie die Aufenthaltserlaubnis, ist das mit einigem Aufwand verbunden. Inklusive eines persönlichen Interviews in Frankfurt, da das früher übliche Verlängern auf dem Postwege seit 9/11 aus „Sicherheitsgründen“ nicht mehr geht …

*Schwitz*

Die wichtigste Anschaffung gestern: Ein Verlängerungskabel für unsere Klimaanlage. Hier ist es ansonsten ziemlich fies warm, schwül und ungemütlich – und auch die allabendlichen heftigsten Gewitter können das kaum verbessern.

Apropos Gewitter: Vor unserem Fenster im zweiten Stock fährt gerade ein städtischer Angestellter mit Motorsäge in einer Gondel hin und her, weil heute diese Straße nach den Stürmen am Wochenende von Ästen, umgefallen Bäumen und abgebrochenen Schornsteinen befreit wird. War zum Glück Samstag morgen vor unserer Ankunft. Sonst sähe unser Auto ähnlich platt aus wie einige andere hier …

Home making

Um die neue Wohnung in Schuss zu bringen, stand natürlich erst einmal ein Besuch bei IKEA auf dem Plan. Die perfekte Gelgenheit, auch ein wenig die Stadt mit dem Auto kennen zu lernen – wobei wir zum Beispiel feststellen mussten, wie gigantisch die Entfernungen in einer Metropole dieser Größe sind. Vom Hyde Park bei uns in der Nähe des Lake Michigan bis Schaumburg am Westrand der Stadt knapp 40 Meilen!

Außerdem verfährt man sich zwangsläufig bei solchen Aktionen. Schwierigkeit hier: Die großen innerstädtischen Highways in Chicago sind „Toll Roads“, daher gilt: Einmal falsch abbiegen oder einordnen kostet $2 …

Und zu guter Letzt ist das Verkehrschaos hier nicht unerheblich, und bereitet dem Ortsunkundigen einiges an Verwirrung. Weswegen ich prompt eine rote Ampel überfahren habe. Sehr zum Missfallen der Polizistin, die ihren Streifenwagen direkt an der Kreuzung geparkt hatte … immerhin war sie dann angesichts des kalifornischen Nummernschilds und Führerscheins – sowie der schwangeren Beifahrerin – nett genug, es bei einer mündlichen Verwarnung zu belassen (obwohl sie mir nicht so recht glauben wollte, dass die Ampeln in San Diego anders aussehen!)

Chicago, Chicago …

Verdammte Hacke: Da tippe ich mir den Daumen wund auf dieser futzeligen Handy-Tastatur, und dann verschwinden anscheinend alle meine SMS im Nirwana. Sorry, dass ihr daher alles verpasst habt – und schön, dass ihr trotzdem wiedergekommen seid (^_^) In den nächsten Tagen fasse ich unseren, auf jeden Fall sehr schönen, Road Trip auch nochmal zusammen. Fotos gibt’s allerdings erst, wenn mein dsl-Anschluss hier geschaltet ist.

Wir sind also in Chicago angekommen, jetzt steht der schwierige Prozess des Einlebens an. Die Wohnung in Ordnung bringen, die Umgebung kennen lernen, und diverse Behördengänge für Führerschein, Versicherungen, … ich halte euch auf dem Laufenden!

id4

Überall in den USA laufen die Vorbereitungen für unseren Hochzeitstag auf Hochtouren: Läden haben längere Öffnungszeiten, damit auch alle noch Geschenke besorgen können. Hotels sind schon weitgehend ausgebucht angesichts der Mengen an Gästen. Fahnen und andere Dekorationen allerorten …

Trippin‘

Unsere Vorbereitungen für den Road Trip nach Chicago laufen ebenfalls: Die ersten beiden Hotelübernachtungen zum und am Grand Canyon sind wegen der Ferien sicherheitshalber schon gebucht, die letzten 1500 Meilen müssen wir uns dann jeden Abend eine Bleibe am Highway suchen …

Platzprobleme …

Bis vor kurzem habe ich mich ja noch gefragt, wofür man einen DVD-Brenner braucht. Aber jetzt hat Katharina mal gerade eine 25er-Spindel DVD-Rs mit den Backups ihrer Studien gefüllt.

Über 100 Gigabyte auf CDs wären auch ein echtes Transportproblem geworden …

Goodbye, California!

Als letzter Ausflug in Kalifornien haben wir uns das Wochenende noch einmal nach Los Angeles aufgemacht – diesmal zum weltberühmten Getty-Center.

Beeindruckende Architektur, große Dauerausstellungen an Gemälden, Skulpturen und und und … außerdem derzeit eine riesige Sammlung alter Manuskripte und Illustrationen („Illuminations“) aus dem 15. Jahrhundert.

Das Ganze dank der Getty-Stiftung für umsonst und sogar die Regenschirme wurden gestellt (^_^)

Auf dem Rückweg wollten wir, nach unserer Enttäuschung mit Hollywood, L.A noch einmal eine Chance geben, und haben in Santa Monica Halt gemacht. Genau so unschön …