Happy Birthday!

Jetzt auch noch mal offiziell: Glückwunsch an Susi und Stefan zum Nachwuchs … hat übrigens mit Sean Connery und Iwan dem Schrecklichen zusammen Geburtstag (^_^)

Bleibt nur abzuwarten, ob der Standesbeamte den Namen durchgehen lässt. Hängt vermutlich davon ab, ob er ungarisch kann (Sandor m gesp: shandor Ungarisch für Alexander)!

Working at the Car Wash

Nach fast 3000 Meilen quer über den Kontinent, und anschließend sechs Wochen in Chicagos Wetter hatte unser Auto wirklich mal wieder eine Wäsche verdient (nicht mehr durch die Heckscheibe gucken zu können, ist ein recht guter Indikator!). Und gerade in solchen Momenten werden die Vorteile der amerikanischen Dienstleistungsgesellschaft gegenüber der deutschen „Do it yourself, hauptsache billig!“-Mentalität deutlich: In der Waschanlage werkelten nicht weniger als sechs Angestellte vor sich hin, und ich als Kunde hatte nichts weiter zu tun, als mein Auto abzustellen. Anschließend wurde die Antenne abgeschraubt, gesaugt, vorbehandelt, durchgefahren, abgetrocknet und nachpoliert und mir die Karre wieder vor die Füße gefahren.

Für $9 plus Trinkgeld definitiv angenehmer als sich selber die Knochen zu verrenken beim Versuch, alles sauber zu kriegen!

Wi-Fidelity

Neat! Gerade habe ich mein iBook um eine AirPort-Karte erweitert, um drahtlos surfen zu können. Nur mein dsl-Router ist noch nicht geliefert worden, so dass ich eigentlich nicht davon ausgehen konnte, bereits wirklich was machen zu können. Aber: Karte eingebaut, MacStumbler angeworfen, und siehe da! Irgendjemand hier im Haus betreibt anscheinend einen offenen Accesspoint, so dass ich jetzt schon meinen ersten Eintrag kabellos vornehmen kann.

Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich mir die $25,- für den eigenen Router sparen können. Und die $29.95 jeden Monat für meinen dsl-Anschluss … (^_^)

[Update] Das Netz ist nur sehr schwach und ausschließlich in Fensternähe zu empfangen. Vielleicht also doch von irgendjemand anderem jenseits des Sportplatzes … im Freien schafft 802.11b ja auch mit ein wenig Glück 100 Yards.

Bri^H^H^HFee

Jetzt wird mir so einiges klar: Die Bürokratie hier ist gar nicht inkompetent – sie will nur richtig gewürdigt werden.

Eine Kollegin aus Katharinas Department erzählte von ihren Erfahrungen mit der Einwanderungsbehörde. Ihr Visum lief aus, und in weiser Voraussicht hat sie schon Monate im Voraus ein neues beantragt. Die Zeit verging, ohne dass sich seitens des INS etwas gerührt hätte. Das alte Visum näherte sich seinem Verfallsdatum, und danach hätte die Frau nicht mehr arbeiten dürfen, keine Krankenversicherung gehabt, und überhaupt ohne alles dagestanden. Grund zur Nervosität also, woraufhin sie beim INS angerufen hat. Wie üblich konnte man ihr natürlich nicht sagen, wie lange das ganze noch dauern würde („Ein paar Wochen, oder Monate! Abwarten!“), aber hatte ein interessantes Angebot: Bei Zahlung einer Premium Processing Fee in Höhe von $1000 würde ihr Antrag sicher schneller bearbeitet …

Mangels Alternativen hat sie einen Scheck geschickt, und nur eine Woche später waren ihre Unterlagen im Briefkasten!

Posterboy

Wie gerade durch die Blogosphere geistert, hat die US-Army im Iraq damit begonnen, verschiedene photogeshoppte Poster von Saddam Hussein aufzuhängen – Muster siehe anbei. Idee ist es, die eigene Moral anzukurbeln, und Zitat eines hochrangigen Militärs: „The bad guys are going to be upset. Which will just make it easier for us to know who they are.“

Ist klar! Solche Holzhammer-Methoden bringen sicher enorm viele Sympathien unter der lokalen Bevölkerung. Schließlich freut sich jeder gläubige Muslim über ein wenig nackte Haut …

I feel entitled

Nach diesmal nur fünf Wochen Wartezeit hat es die zuständige Behörde geschafft, mir meinen Fahrzeugbrief für Illinois zu schicken. Die ohnehin geringe Freude darüber verflog aber schnell, denn in einer der üblichen Demonstrationen amerikanischer bürokratischer Kompetenz waren gleich zwei Fehler drin: Mein Name war falsch geschrieben, und beim Kilometerstand war eine Ziffer verschwunden. Angesichts der Tatsache, dass mein California Title zum einfachen Abschreiben vorlag, keine ganz geringe Fehlleistung.

Ich also gleich wieder zum DMV downtown gefahren und dort dem Angestellten vorgelegt. Der hat die Fehler auch immerhin eingesehen und zum Korrekturformular gegriffen. Und dann konnte ich es mit eigenen Augen sehen, wie in diesem Saftladen gearbeitet wird:

Mitarbeiter beginnt das Übertragen meines Namens aus der mitgebrachten korrekten Vorlage …

„M-A-R-K“

„Excuse me …“

*knüll*

Neues Formular

„M-A-R-C R-O-L“

„Excuse me …“

*knüll*

Neues Formular

Ein halbes Dutzend Papiere später war schließlich doch alles richtig ausgefüllt und ist jetzt auf dem Weg zur „Quality Control“. Die haben da vermutlich viel zu tun!

Immerhin bin ich aber wohl nicht der Einzige, der unter den Glitches des DMV zu leiden hat. Beim Warten in der Schlange kommt man ja mit den Umstehenden ins Gespräch, und so kenne ich jetzt auch den armen Mann, dem man nur ein Nummernschild geschickt hat (vermutlich darf er sich selber aussuchen, ob er es lieber vorne oder hinten anschraubt). Und die junge Frau, bei der das DMV die Registration durcheinander gebracht hat – was während einer Verkehrskontrolle auffiel, und sie erst nach Zahlung einer Kaution wieder auf freien Fuß kam …

Die U of C hat auch einen Carillonneur …

Auch eine schöne Art, ein Wochenende ausklingen zu lassen: Mit einem Glockenkonzert in (oder besser: an, da das Publikum sich einfach rund um den Kirchturm auf den Rasen setzt) der Rockefeller Chapel . Musik von Bach, über den „Dritten Mann“ bis zu den Beatles, gespielt auf den 72 Glocken des Carillons, und das ganze in der lauen Abendsonne.

Beim nächsten Mal müssen wir nur noch ein paar Hamburger und Chicken Wings mit bringen, wie das die konzerterfahrenen Amerikaner machen …