Big John

Nachdem unser gestriger Besuch auf dem Aussichtsdeck des Hancock Towers wegen Nebels nur wenig Ausblicke gewährt hat, haben wir es heute dort noch einmal in der „Signature Lounge“ probiert. Schon nett, einen Cocktail in der Hand den Sonnenuntergang zu genießen – und anschließend den Blick aus dem 96. Stock über die bunten Straßenschluchten schweifen zu lassen …

Zahltag!

Weder die Gaswerke noch die Elektrizitätsgesellschaft haben es übrigens bisher geschafft, uns eine Rechnung zu schicken. Aber solange Strom und Herd funktionieren, will ich mich nicht beklagen …

Update: Ein netter Mann vom E-Werk war gerade da, um den Zähler das erste mal abzulesen! Wie es aussieht, waren die ersten zwei Monate Strom also umsonst (^_^)

Blow that horn!

Am Wochenende war übrigens das 25. Jazz-Fest im Grant Park. Was gibt es denn schöneres, als an einem lauen Abend guter Musik zu lauschen, und nach Einbruch der Dunkelheit noch auf der Magnificent Mile die Lichter der Großstadt zu genießen …

Anschließend konnten wir dann die Nettigkeit der Chicagoans testen – weil Katharina ihren Rucksack, samt Kreditkarten, Führerschein, Kamera bei Starbucks liegengelassen hat. Nach einer Viertelstunde gemerkt und zurück gehetzt. Alles noch da. Geht doch!

I can hear your heartbeat

Ist vermutlich in irgendeiner Studienordnung vorgeschrieben: Wirklich jeder, der an den University of Chicago Hospitals mit Medizin zu tun hat (also Studenten genauso wie Residents, Ärzte oder Nurses), läuft mit einem Stethoskop um den Hals herum. Immer. Nicht nur auf dem Krankenhausflur, sondern auch auf der Straße, bei Starbucks, in der Buchhandlung, … Spart vielleicht im Notfall die Frage „Is there a Doctor here?“

[Gastkommentar von Gudrun]

Ja, da sind wir (Joerg, Gudrun und Johannes) nun in Chicago und inzwischen sind wir auch wirklich angekommen. Den ersten Tag fühlt man sich in einen Film versetzt und staunt nur all die ungewohnten Ansichten an und nun bekommt man ein chicago-feeling und ist aber immer noch ständig beeíndruckt über all die außergewöhnlichen Hauszusammenstellungen. Was fällt einem als ‚Deutsche in Chicago‘ noch auf? Natürlich ein paar Klischees: Amerika geht sehr ‚unbefangen‘ mit der Natur um: jede Toilettenspülung benötigt ca. 30 Liter,Trinkwasser schmeckt nach Schwimmbad, Straßenlaternen und Flurbeleuchtung lässt man lieber den ganzen Tag brennen. Alles ist größer: Schmetterlinge sind so groß wie meine Hand, die Hibiskusblüten sind untertassengroß und die Zewatücher sind doppelt so lang wie in Germany.

Aber vor allem beeindruckt sind wir von der phantastischen Architektur und der Freundlichkeit der Amerikaner. So gibt es z.B. andere Gepflogenheiten im Museum. Bei der Führung wird gerne gescherzt und gerne gelacht, Mütter mit schreienden Kindern werden nicht mit hochgezogenen Augenbrauen bedacht, sondern mit einem Lächeln.

Und last but not least können wir endlich mal wieder Marc und Katharina genießen… Also glückliche Grüße an alle Daheimgebliebenen!

Got a buck?

A propos „Trinkgeld“: Das Anliegen, in der EU einen 1 Euro-Schein einzuführen, kann ich nur unterstützen. Das ist einfach die perfekte Summe und Möglichkeit, jemandem einen Tip zu geben. Münzen wirken immer so krümelig, aber einen schön gefalteten Schein unauffällig beim Handschlag zu transferieren – das hat was!