1st and 10

Neben den erwähnten neuen Fernsehserien hat dieses Wochenende etwas für die meisten Amerikaner viel wichtigeres angefangen: Die NFL Season 2004 (bei Interesse: Die Vorjahres-Superbowlgewinner „New England Patriots“ besiegen im Eröffnungsspiel die „Indianapolis Colts“ 27-24). Und als weiterer Schritt auf meinem Weg, die amerikanische Seele zu ergründen, versuche ich mich einfach mal – genau wie mehr als 10 Millionen anderer Leute hier – als Trainer in einer Fantasy Football -Liga. Der Draft war recht nett zu mir, und ich habe mit Ahman Green einen der besten Running Backs abbekommen (auch wenn aufgrund von Verletzungen aus der vergangenen Saison noch offen ist, ob er zum Einsatz kommen kann), und Aaron Brooks als Quarterback sowie Wide Receiver Randy Moss sind auch nicht zu verachten.

Noch traue ich meinen Fähigkeiten als Coach nur bedingt, aber das erste Spielwochenende hat meinen „Paws“ immerhin 73 Punkte und den 3. Tabellenplatz eingebracht.

The toddler years

Laufen im wörtlichen Sinne konnte Samuel ja schon seit einigen Wochen – aber eben immer nur, wenn wir ihn irgendwo hingestellt haben. Unter Protest und am liebsten eben doch an Mamas Hand. Seit drei Tagen aber ist er richtig frei unterwegs: Zieht sich einfach an jeder beliebigen Stuhl- oder Tischkante, einem Sessel, Schrank oder einfach der Wand hoch und läuft los. Quer durch die Wohnung inklusive Kurven, Umdrehen, Anhalten und schließlich elegant in die Hocke gehen und setzen. Fällt auch kaum noch hin. Und hat seinen Spaß. Fehlt nur noch das Aufstehen auf freier Fläche.

Trotzdem aber: Unser Kleiner ist jetzt offiziell ein Toddler!

The Donald is back

Nach Wochen das erste Mal wieder ferngesehen. Das neue NBC-Lineup: Der Start des „Friends“-Offspins „Joey“ (keine weitere Erwähnung verdient) und vor allem der Beginn der zweiten Staffel von „The Apprentice“. Nachdem wir die erste Staffel zwar erst ein wenig später entdeckt, dann aber um so engagierter verfolgt haben , wird jetzt natürlich jeden Donnerstag für ‚You’re fired!‘ eingeschaltet. 15 Wochen, das schaffen wir gerade noch vor unserer Abreise…

Day Care

Nach anfänglichen Schwierigkeiten für Eltern und Kind gefällt es Samuel jetzt sehr gut in seiner Day Care-Gruppe. Mittlerweile heult er nicht mehr, wenn ich ihn morgens abgebe, und kaum bin ich außer Sicht, stürzt er sich fröhlich auf die anderen Kinder und Spielzeuge. Beim Abholen nachmittags kümmert er sich dann schon gar nicht mehr um mich, wenn ich reinkomme. So muss das sein…

Foto: Samuel, ins Spiel vertieft (sorry für die schlechte Qualität – unsere Nanny hat nur eine Sofortbildkamera, und ich musste davon abfotografieren).

Life ’54

Interessanter Selbstversuch eines Journalisten, der einmal zehn Tage so gelebt hat wie vor 50 Jahren … also zum Beispiel mit Schwarzweiß-TV (ohne Fernbedienung oder Fernsehzeitung, und nur eine Zimmerantenne), ohne McDonald’s, Pizza-Delivery oder Postleitzahlen aber dafür mit einem Pulswahltelefon (ohne Wahlwiederholung oder Rufnummernanzeige, versteht sich).

Die einzige Ausnahme war die Pille – darauf hat seine Verlobte bestanden (^_^)

*trommel*

Die Djembe-Stunden, die Katharina mir zum Hochzeitstag geschenkt hat, gefallen mir wirklich ausnehmend gut. Allerdings war mir vorher nicht wirklich klar, welchen Tribut das afrikanische Trommeln fordert: Dass mir nach der ersten Sitzung die Hände weh taten, hat mich ja nicht gewundert. Aber nachdem ich am vergangenen Samstag eine Stunde lang nur mit der linken Hand Slaps geübt habe, war mein Handballen ein einziger Bluterguss, und den Daumen kann ich auch nicht mehr krümmen. Macht aber jede Menge Spaß (^_^)

Oh my god! They killed Franka! You bastards!

Nach einem Jahr Abstinenz war ich mal wieder mit Katharina im Kino (während Schwiegermama den schlafenden Kleinen hatte) – und der Film war mit „The Bourne Supremacy“ auch gut gewählt: Wegen Franka Potente im englischen Originalton, und der Tatsache dass der Großteil des Filmes in Berlin spielte. Da konnte ich schonmal wieder ein wenig gucken, was uns nach unserer Rückkehr so erwartet (hoffentlich ohne einen Verräter in der CIA, der mir einen Mord unterschiebt und dann auf die Abschussliste setzt, versteht sich).