Am Donnerstag findet die erste von drei Fernsehdebatten George W. Bush gegen John Kerry statt. Bin gespannt, auch wenn angesichts der Vorabinformationen wahrscheinlich die lahmen „Schröder gegen Stoiber“ von 2002 im Nachhinein wie Seneca gegen Sokrates wirken werden… keine direkte Bezugnahme der Kandidaten aufeinander (nur die Fragen des Moderators beantworten, das hat das Bush-Camp gegen den Willen Kerrys durchgesetzt, wohl wissend, dass ihr Kandidat bei Spontanität keine sonderlich gute Figur macht). Bei überziehung der Redezeit geht ein Lämpchen an (schlecht für den Schwafler Kerry). Und das Studio hat 70° Fahrenheit, ebenfalls ein Sieg des Bush-Teams (Kerry wollte es kälter, da er angeblich zum Schwitzen neigt, und laut Umfragen Wählerinnen nichts schlimmer finden).
Dafür aber hat das Kerry-Camp als größtes Zugeständnis überhaupt die Gesamtzahl an Diskussionen bekommen. Bush wollte eigentlich nur zwei, besser noch eine einzige Debatte (weil er schon dafür nicht genug Sinnvolles zu sagen hat). Natürlich sind beide Umkleideräume der Kandidaten gleich groß und identisch ausgestattet. Und der Politiker der gerade nicht spricht, wird auch nicht gezeigt – großer Vorteil für Dubya, der angeblich schon 2000 den armen Al Gore bei diesen Spektakeln mit Grimassen aus der Fassung gebracht hat, wenn er selbst gerade nicht im Bild war!

Na, das klingt ja interessant. Oder auch nicht. Hmm, eigentlich weiß ich das gar nicht so genau. Wir werden sehen.