‚Fuck!‘ – ‚Das macht dann $500.000!‘

Die moralischen Abgründe, die sich im amerikanischen TV nach Ansicht wahlkämpfender Politiker aller Parteien derzeit auftun, etwa in Form von ‚Wardrobe Malfunctions‘, stellen sofortigen Handlungsbedarf dar. Warum mit Nichtigkeiten wie nicht auffindbaren WMDs, Außenhandelsdefizit oder der Demokratisierung des Irak herumschlagen. Erst einmal muss überall ‚decency‘ wieder hergestellt werden.

Und so hat die FCC – die noch vor wenigen Monaten mutig entschieden hatte, dass Bonos freundliches ‚F-Wort‘ (so umschreibt es hier selbst die New York Times, ein Ausdruck, den ich eher im Sprachgebrauch von Kindergärtnerinnen vermutet hatte) im Rahmen einer Preisverleihung keinen Verstoß darstelle – jetzt in einem beeindruckenden Salto Rückwärts die Strafen drastisch erhöht: Für jedes der ’seven dirty words‘ werden ab sofort statt $25.000 gleich $500.000 als Strafe fällig. Bei Wiederholung droht der Verlust der Sendelizenz!

Damit sind Live-Sendungen im amerikanischen Fernsehen praktisch abgeschafft. Schon Grammy und Oscar wurden mit 5 Minuten Zeitversatz gesendet, um ja jeden Fluch zensieren zu können.

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Als kleine Vorbereitung fuer den morgigen Eintrag: s**t, p**s, f**k, c**t, c********r, m**********r, t**s

Gimme that!

Nächster Trick: Samuel kann mittlerweile schon gelegentlich seinen heraus gefallenen Binky selber wieder zurück stecken. Wenn das verlässlich klappt, wird unser Leben sehr viel einfacher …

Aargh!

Will the madness never stop? Seit mehr als zwei Monaten warte ich darauf, dass die U of C meine Rechnung für die neue Webseite des Psychology Departments begleicht. Ein ums andere Mal habe ich neue Formulare eingereicht, den US/German Tax-Treaty gewäzt, um den passenden Artikel für das Doppelbesteuerungsabkommen zu finden (14(1), falls ihr das mal braucht), sämtliche Unterlagen kopiert, und so weiter … und jetzt behaupten sie plötzlich, dass mich meine Arbeitserlaubnis nicht dazu berechtigt, selbstständig in den USA tätig zu werden!

Immerhin ist mein direkter Auftraggeber halbwegs flexibel, und so bekomme ich jetzt einfach einen Arbeitsvertrag, und tue so, als hätte ich die Seite als Angestellter designt. Abwarten, mit welchem Papierkram das jetzt wieder verbunden ist …

Atkins

Kommt so langsam erst in Europa an, aber hier ist die „Atkins-Diät“ der absolute Renner. Die Grundannahme, dass es die bösen Kohlenhydrate sind, die dick machen, hat dazu geführt, dass alle darauf achten, möglichst wenig ‚carbs‘ zu sich zu nehmen. Viele Produkte werden statt als „Reduced Fat“ schon als „Reduced Carbs“ angeboten, und die amerikanischen Hersteller von Brot (als dem von Atkins als Erzfeind auserkorenen Kohlenhydrat-Lieferanten schlechthin) machen sich ernsthaft Sorgen, weil ihr Absatz stark zurueck gegangen ist. Denn allen Ernstes gehen immer mehr Amerikaner dazu über, sich bei ‚McBurger Jack‘ den üblichen gigantischen Super Mega Deluxe Double Cheeseburger mit Extra Bacon und King Size Fries zu bestellen, aber dann das Brötchen weg zu werfen! Macht bestimmt schlank …