‚Fuck!‘ – ‚Das macht dann $500.000!‘

Die moralischen Abgründe, die sich im amerikanischen TV nach Ansicht wahlkämpfender Politiker aller Parteien derzeit auftun, etwa in Form von ‚Wardrobe Malfunctions‘, stellen sofortigen Handlungsbedarf dar. Warum mit Nichtigkeiten wie nicht auffindbaren WMDs, Außenhandelsdefizit oder der Demokratisierung des Irak herumschlagen. Erst einmal muss überall ‚decency‘ wieder hergestellt werden.

Und so hat die FCC – die noch vor wenigen Monaten mutig entschieden hatte, dass Bonos freundliches ‚F-Wort‘ (so umschreibt es hier selbst die New York Times, ein Ausdruck, den ich eher im Sprachgebrauch von Kindergärtnerinnen vermutet hatte) im Rahmen einer Preisverleihung keinen Verstoß darstelle – jetzt in einem beeindruckenden Salto Rückwärts die Strafen drastisch erhöht: Für jedes der ’seven dirty words‘ werden ab sofort statt $25.000 gleich $500.000 als Strafe fällig. Bei Wiederholung droht der Verlust der Sendelizenz!

Damit sind Live-Sendungen im amerikanischen Fernsehen praktisch abgeschafft. Schon Grammy und Oscar wurden mit 5 Minuten Zeitversatz gesendet, um ja jeden Fluch zensieren zu können.

3 Gedanken zu „‚Fuck!‘ – ‚Das macht dann $500.000!‘“

  1. Ja ja, zensieren,a ber in andere Länder Demokratie und Meinungsfreigeit exportieren wollen … tststs

  2. Ja ja, sie dürfen alles sagen, was ich hören möchte…

    @Markus …war da nicht mal was, mit den „Unaussprechlichen“…?

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