So wird es mir vermutlich mit Samuel auch gehen, wenn ich ihm die vielen tollen Videospiele zeige, die ich als Kind so gespielt habe: Electronic Gaming Monthly hat eine Bande Kids von heute vor klassische Computergames (Pong, Donkey Kong, …) gesetzt. Zitate …
Pong: „I would never pay to play something like this“
Donkey Kong: „Oh, 300 points. That’s it? All you get is points? That’s lame. Can’t you do something with the umbrella?“
Tetris: „I just lined up six of the same color. Why didn’t they blow up?“
Space Invaders: „And you can’t pick up an AK-47 and go kill—hey, those aliens on the top row!“

Tja, da scheinst du marc ähnlicher zu sein – der schwelgt gelegentlich auch in Nostalgie. Ich nicht, und Emulatoren habe ich auch keine. Wozu soll ich auch Ultima 6 nochmal spielen, wenn’s doch neverwinter Nights gibt, und wozu Elite, wenn ich doch auch Freelancer spielen kann?
Und solche Aussagen als Geschichtsstudent … (^_^)
das war doch zu erwarten, oder? Aber tröste dich: Der nachwuchs dieser Kids wird auch nie verstehen, wie sich ihre spießigen Eltern je für so was wie Pokemon interessieren konnten.
Und was die Nostalgie angeht, so bin ich heilfroh, das Thema Computer und Spiele erst nach dieser garusligen Anfangszeit entdeckt zu haben Sämtliche getesteten Spiele habe ich nie gespielt – und wenn doch, dann ungefähr genau so langund begeistert wie diese Test-Kids.
Herrlich zu lesen…:-)
Hmm, ich für meinen Teil erinnere mich gerne an die Anfangszeiten der Computer- und Videospiele zurück. Nicht umsonst findet man auf meiner Festplatte diverse Emulatoren…
@ Marc & Stefan: Also, da muss ich euch widersprechen. Zunächst einmal sind diese erwähnten Spiele eben nicht Teil meiner persönlichen Computer“geschichte“, da ich meinen ersten Compi erst nach diesen Spielen bekam. Es ist mir also gar nicht möglich, da wie Marc in „Erinnerungen“ zu schwelgen. Ich habe halt keine daran.
Und was die Geschichtslehrer angeht, die mit Geschichte nichts zu tun haben – das sehe ich freilich auch anders. Natürlich habe ich mit Geschichte zu tun: Ich studiere das schlicßlich, besuche Museen und Ausstellungen etc. Aber auch als Historiker muss man nicht alles so tun, wie man es früher mal getan hat. Ein Rauchender Historiker wird das Feuer für seinen Glimmstengel kaum wie in der Steinzeit anzümnden, und auch ein Autofahrer muss auch nciht kurbeln, sondern darf sich auf die Zündautomatik verlassen.
Meiner persönlichen Auffassung nach ehrt man die historischen Entwicklungen der Menschheit am besten, in dem man sie auch benutzt – und zwar die jeweils neueste Version davon.
Nostalgiker dürfen das freilich gern anders sehen – die sind aber auch etwas anderes als Historiker.
Stefans Kommentar kann ich, wie so oft, nicht einordnen. Also zu Markus:
Auch wenn bestimmte Spiele nicht Teil der persoenlichen Geschichte sind: Als Vorlauefer praktisch aller heutigen Games macht es trotzdem Sinn, sie zu kennen – nicht nur aus nostalgischen Gruenden (obwohl natuerlich auch das eine Menge Spass macht), sondern wirklich historisch, um alles was darauf aufbaut, einordnen zu koennen.
Und sicherlich sind Spiele – als Zeitvertreib – auch anders zu sehen, als Weiterentwicklungen von Werkzeugen oder Maschinen. Es bleibt zu diskutieren, ob heutige Spiele wirklich „besser“ sind als ihre Vorfahren, und damit spielenswerter …
@ Marc: Ich stimme dir grundsätzlich zu – und tatsächlich kenne ich diese Uralt-Spiele ja auch – zumindest teilweise. Was nicht bedeutet, dass ich sie gern spielen muss.
Und was heutige Spiele angeht, so sind sie imho nicht besser als alte – lediglich im technischen (vor allem grafischen) Bereisch, und manchmal auch in der Steuerung. So ist Freelancer halt ein Elite-Klon und klaut definitiv bei Elite, Privateer und co. – und ist damit weniger innovativ. Andererseits sieht es nicht nur Klassen besser aus als Elite, es bietet auch mehr Möglichkeiten und spielt sich mit der Maus flüssiger. Und in genau dieser Hinsicht ist es dann auch besser: Gleiche (gute geklaute) Grundidee, aber (vor allem technisch) bessere Ausführung. Einen wirklichen Grund auf die alte ruckelige Vektorgrafikn von Elite zurückzugreifen, sehe ich dann nicht. Habe ich übrigens sogar vor Jahren mal versucht – etwa 3 Stunden lang.
Tja, die wenigsten Geschi-Lehrer haben wohl „wirklich“ etwas mit Geschichte zu tun…?!
Was ich Markus neulich mal schickte…:
„Der Unterschied zwischen Gott und den Historikern besteht
hauptsächlich darin, daß Gott die Vergangenheit nicht mehr ändern
kann.“ – Samuel Butler (engl. Schriftsteller (1612-1680))
PS.: Wüßten wir es denn, wenn er sie änderte? Na ja….. 😉