Posterboy

Wie gerade durch die Blogosphere geistert, hat die US-Army im Iraq damit begonnen, verschiedene photogeshoppte Poster von Saddam Hussein aufzuhängen – Muster siehe anbei. Idee ist es, die eigene Moral anzukurbeln, und Zitat eines hochrangigen Militärs: „The bad guys are going to be upset. Which will just make it easier for us to know who they are.“

Ist klar! Solche Holzhammer-Methoden bringen sicher enorm viele Sympathien unter der lokalen Bevölkerung. Schließlich freut sich jeder gläubige Muslim über ein wenig nackte Haut …

I feel entitled

Nach diesmal nur fünf Wochen Wartezeit hat es die zuständige Behörde geschafft, mir meinen Fahrzeugbrief für Illinois zu schicken. Die ohnehin geringe Freude darüber verflog aber schnell, denn in einer der üblichen Demonstrationen amerikanischer bürokratischer Kompetenz waren gleich zwei Fehler drin: Mein Name war falsch geschrieben, und beim Kilometerstand war eine Ziffer verschwunden. Angesichts der Tatsache, dass mein California Title zum einfachen Abschreiben vorlag, keine ganz geringe Fehlleistung.

Ich also gleich wieder zum DMV downtown gefahren und dort dem Angestellten vorgelegt. Der hat die Fehler auch immerhin eingesehen und zum Korrekturformular gegriffen. Und dann konnte ich es mit eigenen Augen sehen, wie in diesem Saftladen gearbeitet wird:

Mitarbeiter beginnt das Übertragen meines Namens aus der mitgebrachten korrekten Vorlage …

„M-A-R-K“

„Excuse me …“

*knüll*

Neues Formular

„M-A-R-C R-O-L“

„Excuse me …“

*knüll*

Neues Formular

Ein halbes Dutzend Papiere später war schließlich doch alles richtig ausgefüllt und ist jetzt auf dem Weg zur „Quality Control“. Die haben da vermutlich viel zu tun!

Immerhin bin ich aber wohl nicht der Einzige, der unter den Glitches des DMV zu leiden hat. Beim Warten in der Schlange kommt man ja mit den Umstehenden ins Gespräch, und so kenne ich jetzt auch den armen Mann, dem man nur ein Nummernschild geschickt hat (vermutlich darf er sich selber aussuchen, ob er es lieber vorne oder hinten anschraubt). Und die junge Frau, bei der das DMV die Registration durcheinander gebracht hat – was während einer Verkehrskontrolle auffiel, und sie erst nach Zahlung einer Kaution wieder auf freien Fuß kam …

Die U of C hat auch einen Carillonneur …

Auch eine schöne Art, ein Wochenende ausklingen zu lassen: Mit einem Glockenkonzert in (oder besser: an, da das Publikum sich einfach rund um den Kirchturm auf den Rasen setzt) der Rockefeller Chapel . Musik von Bach, über den „Dritten Mann“ bis zu den Beatles, gespielt auf den 72 Glocken des Carillons, und das ganze in der lauen Abendsonne.

Beim nächsten Mal müssen wir nur noch ein paar Hamburger und Chicken Wings mit bringen, wie das die konzerterfahrenen Amerikaner machen …

Osama Bin Nelson

So lange man sich hier über die meist nutzlosen, aber dabei praktisch immer Bürgerrechte einschränkenden Maßnahmen der USA zur angeblichen Terror-Bekämpfung noch lustig macht, ist vielleicht noch nicht alles verloren: Die „Daily Show“ zum Thema No Fly-Lists .

Wetter, Wetter, Wetter

Dieses Bild aus der Vorhersage der heutigen Tagesschau beweist: Das Wetter über Europa sieht wirklich fies aus … Als Ausgleich haben wir in den USA dafür Stromausfall! Glücklicherweise nicht bis Chicago.

[Link] Auch cool: simsi wird ab sofort bei moblogging.org als Moblog-Software geführt.

Whipping for Dummies

Warum bietet die VHS sowas eigentlich nicht an? Das „Discovery Center“ in Chicago hat im Herbstprogramm die beiden nützlichen Kurse „How to get started in the Phone Sex Business?“ und „Bondage and Domination – An introduction“. Für $39 werden alle notwendigen Materialien gestellt …

27″ equals …

Ich verwende ja auf rowlff.de gerne mal amerikanische Maßeinheiten. Das gehört für mich zur Anpassung dazu – außerdem wird hier nunmal alles so angegeben, warum soll ich also umrechnen?

Damit aber auch ihr notfalls heraus bekommt, wie heiß es bei 87.5° Fahrenheit in Chicago wirklich ist, oder wie weit es Katharina 493 Yards zu ihrem Labor hat, eilt ab sofort Google zur Hilfe. Gibt man als Suchbegriff dort nämlich „87.5 fahrenheit in celsius“, oder „493 yards in meters“ ein (Kleinschreibung beachten!), erledigt der neue Google-Calculator den Rest. Spiffy!

In the Loop

Wieder mal ein kleiner „Teaser“, bis wir es geschafft haben, ganz viele Fotos zu schießen, sortieren und ins Netz zu stellen: ein wenig „Downtown“ in Form des Blicks die North Michigan Avenue hoch, über den Chicago River, vorbei am links noch zu erahnenden Wrigley-Building, auf den Tribune Tower – bei weitem nicht das einzige beeindruckende Gebäude hier, aber doch eines der ansehnlichsten!