Nach diesmal nur fünf Wochen Wartezeit hat es die zuständige Behörde geschafft, mir meinen Fahrzeugbrief für Illinois zu schicken. Die ohnehin geringe Freude darüber verflog aber schnell, denn in einer der üblichen Demonstrationen amerikanischer bürokratischer Kompetenz waren gleich zwei Fehler drin: Mein Name war falsch geschrieben, und beim Kilometerstand war eine Ziffer verschwunden. Angesichts der Tatsache, dass mein California Title zum einfachen Abschreiben vorlag, keine ganz geringe Fehlleistung.
Ich also gleich wieder zum DMV downtown gefahren und dort dem Angestellten vorgelegt. Der hat die Fehler auch immerhin eingesehen und zum Korrekturformular gegriffen. Und dann konnte ich es mit eigenen Augen sehen, wie in diesem Saftladen gearbeitet wird:
Mitarbeiter beginnt das Übertragen meines Namens aus der mitgebrachten korrekten Vorlage …
„M-A-R-K“
„Excuse me …“
*knüll*
Neues Formular
„M-A-R-C R-O-L“
„Excuse me …“
*knüll*
Neues Formular
Ein halbes Dutzend Papiere später war schließlich doch alles richtig ausgefüllt und ist jetzt auf dem Weg zur „Quality Control“. Die haben da vermutlich viel zu tun!
Immerhin bin ich aber wohl nicht der Einzige, der unter den Glitches des DMV zu leiden hat. Beim Warten in der Schlange kommt man ja mit den Umstehenden ins Gespräch, und so kenne ich jetzt auch den armen Mann, dem man nur ein Nummernschild geschickt hat (vermutlich darf er sich selber aussuchen, ob er es lieber vorne oder hinten anschraubt). Und die junge Frau, bei der das DMV die Registration durcheinander gebracht hat – was während einer Verkehrskontrolle auffiel, und sie erst nach Zahlung einer Kaution wieder auf freien Fuß kam …