Noch immer weit von europäischen Dimensionen entfernt, so sorgen die hiesigen Benzinpreise doch für einiges Aufsehen. Seit Monaten ständig gestiegen, sind derzeit etwa $1.86 für eine Gallone Normalbenzin fällig. Kurz mal nachrechnen … beim momentanen Dollarkurs also 46 Eurocent pro Liter. Immer noch paradiesische Verhältnisse, sollte man meinen (^_^) – aber verglichen mit $1.60 noch vor einem Jahr dann doch ein rasanter Anstieg.
Die Autofahrer sind sich derweil nicht sicher, wem sie Vorwürfe machen sollen – der bösen Regierung, die unerhörte 49 Cent pro Gallone an Steuern kassiert, oder doch eher den gierigen Ölkonzernen. Auf die Idee, sparsamere Autos zu fahren, ist jedenfalls noch keiner gekommen …

Sparsamer fahren ist ein guter Punkt: Die Autohersteller bieten dazu übrigens eigens Kurse an – ähnlich den Sicherheitstrainings, die es ja schon länger gibt.
Nur: Die Kurse sind schlecht besucht, es scheint also kaum jemand an einer sparsamen Fahrweise interessiert zu sein.
Oh oh, da wird man ja ganz blaß vor Neid… Wenn ich das mal vergleiche, ich habe gestern beim Tanken 1,149 Euro für einen Liter Normalbezin bezahlt. Bald ist autofahren wirklich ein absoluter Luxus hier.
@Markus: Glaub‘ mir, europäische Geländewagen können was den Benzinverbrauch angeht garantiert nicht mit den amerikanische SUVs (die hier enorm beliebt sind) mithalten. Wir reden hier von teilweise nur 11 Miles per Gallon (ungewohnte Verbrauchsangabe, also umgerechnet fast 25 Liter auf 100 Kilometer).
Und als Update: Mittlerweile ist der Preis schon bei $1.94 angekommen (ich habe gerade für $24.33 vollgetankt), und wird nach Meinung aller Experten wohl weiter steigen … ein Umdenken sehe ich aber trotzdem nicht in Sicht, weil immer wieder der Sicherheitsaspekt großer Autos ins Spiel gebracht wird. Das ist natürlich auf Dauer eine Self-fulfilling prophecy, weil alle jetzt einwenden, dass sie sich kein kleines Auto anschaffen können, weil sie im Falle eines Unfalls mit einem der vielen SUVs dann plattgemacht werden.
Dass das Risiko in einem SUV ums Leben zu kommen (wg. sehr hoher und deswegen überschlagsgefährdeter Fahrwerke) tatsächlich sogar größer ist, wird dabei gerne ignoriert!
Auf die Idee, sparsamere Autos zu fahren, kommen auch hier nicht viele. Oder noch besser: Weniger Auto zu fahren!
Ich sehe das immer wieder an der Tankstelle: „In“ sind zur Zeit schwere Geländewagen, von denen ich gar nicht wissen will, wieviel sie verbrauchen. Mein Fazit: Über Benzinpreise jammern tut hier (fast) jeder, auf Mobilität verzichten will (fast) keiner, und ich wage die behauptung, dass viele Menschen bereit sind, für Benzin _jeden_ Preis zu bezahlen. Natürlich nur murrend, aber tun würden sie es.
Tja, ich weiß auch nicht; wer neue Autos fährt, dem sollten die paar Mark für’s Benzin nix ausmachen… Bie uns schaut’s schon anders aus, wenn wir das Auto unseres Dads übernehmen, dan Ka in Zahlung geben, dann verbleibnen unterm Strich locker 2/3 der Kosten die wir insgesamt (ohne Versicherung mit KFZ Steuer…) hatten beim Posten „Treibstoff“…
Da hilft in der Tat nur weniger Fahren; oder zumindest sparsamer…
(was bei Susanne wohl noch ginge… 😉 sie liest hier ja nit so oft…….)
Es gibt in Bi von den Gaswerken 1.550 € ZUschuß, wenn man seine Karre auf/umrüsten läßt; mal schau’n, was es insgesamt kostet. Aber für 1kg EGas ca 0,60 € (??) zu zahlen (wobei das ca 1,3l Treibstoff entspricht…) scheint ja billiger als in den USA….?! 😉
Tja … europäische Geländewagen brauchen ja auch gar nciht so viel zu verbrauchen wie amerikanische … sie können ja schon mit einem viel geringeren Verbrauch ebenso teuer sein 😉