Der Name ist Picard, Jean-Luc Picard

Heute war endlich einmal unsere allerliebste Lieblingseiscreme von Ben&Jerry; im Supermarkt im Angebot: Statt der sonst üblichen exorbitanten $3.99 für die Pint (473ml) jetzt also 2 für $5.00 – immer noch teuer, aber trotzdem die perfekte Gelegenheit, das Eisfach bis obenhin vollzustopfen. Das sollte jetzt ein wenig reichen …

Außerdem waren wir im Kino. Immer noch nicht der Herr der Ringe (neuer Termin: nächste Woche mit zwei Bekannten), sondern „Star Trek: Nemesis“. Auch auf die Gefahr hin, jetzt ein bisschen was vorwegzunehmen: Ein netter Action-Film, und offensichtlich hatte besonders Picard einen Heidenspaß bei den Dreharbeiten (durfte mit Geländewagen auf Planeten herumheizen, und anschließend wild um sich ballern), aber ein TNG, wie man es kennt, ist das sicher nicht mehr. Die Story ist dünn inklusive logischer Mängel, Konflikte werden wie weiland bei James T. Kirk mit Waffengewalt ausgetragen (wobei die Bösen schlechter schießen als ein Stormtrooper während seiner Grundausbildung), und zu guter Letzt legt Data noch einen klassischen Spock hin. Durchschnitt, also!

Link des Tages: „Invisibles“ – eine Bande Filmfreaks macht sich die Mühe, mit Hilfe von Photoshop aus bekannten Szenen die Schauspieler herauszuretuschieren. Wer den Film dann noch erkennt, kann gewinnen! Beispiel (relativ einfach) anbei, wer weiß es?

Cafe International

Statt eines weiteren Cartoons diesmal doch wieder ein Foto – von meinen ersten Back-Versuchen: Ein klassischer Apple-Pie (rechte Hand) und ein Buttermilk&Lemon-Pie.; Beide für den ersten Anlauf schon recht gut gelungen …

Die Kreationen waren für eine kleine Feier bei Bekannten bestimmt. Was wirklich auffällt: Irgendwie rotten sich bei diesen Gelegenheiten immer alle Ausländer zusammen, und sämtliche kulturellen Barrieren werden überwunden – solange man bloß kein Amerikaner ist. In diesem Falle hieß das, dass neben uns (mehr oder weniger deutsch) und ein paar anderen Germanen auch noch ein argentinisches Ehepaar mit ihrem Sohn (der aber in Deutschland geboren war) anwesend war, ein Israeli aus New York (mit jemenitischen Eltern), dazu noch eine Kroatin mit Schweizer Pass nebst italienischem Ehemann, …

Merry^H^H^H^H^HHappy Holidays!

Was wünschen sich Amerikaner zu Weihnachten? Eine kleine, inoffizielle Studie (sprich: ein wenig Werbefernsehen) zeigt deutlich, dass alle nichts sehnlicher haben wollen als … Sweater! Kann mir irgend jemand verraten, was an Pullovern so toll sein soll?

Übrigens: Aus Gründen der Political Correctness wird hier empfohlen, nicht mehr „Merry Christmas“ zu wünschen, sondern „Happy Holidays!“ …

[t – 5] Als Weihnachtscountdown ab heute bis zum 24.12. jeden Tag ein Cartoon von nichtlustig.de.

Cookies and a book

Immer noch recht schlechtes Wetter, und deswegen genau das richtige, um diese wunderbare Kooperation von Barnes&Noble; und Starbucks zu nutzen.

Einfach eine der leckeren Kaffeevarianten (heute war ein „White Chocolate Mocca“ dran, aber „Peppermint Cocoa“ und „Frappuccino Latte“ wurden nur knapp geschlagen) ordern, noch einen schönen Brownie dazu, und dann mit allem die paar Yards in die angeschlossene Buchhandlung marschieren. Ein paar interessante Bücher aus dem Regal nehmen. Ab in einen der bequemen Sessel und in Ruhe lesen.

Hinterher alles wieder abstellen, und schon ist ein Vormittag sinnvoll zuende gebracht …

Außerdem wollten wir uns heute natürlich eigentlich „The Two Towers“ ansehen, aber angesichts der Schlangen vor den Kinos (inklusive Schlafsäcken und allem was dazugehört), haben wir das auf einen der nächsten Abende verschoben!

The price is right

Wir waren beim Friseur (Fotos anbei)… und einen neuen Mixer haben wir auch 🙂

Wieder ein interessantes Phänomen, denn die amerikanische Preisgestaltung gibt uns immer wieder Rätsel auf: Mit lächerlichen $6.99 hat der Mixer weniger gekostet als die Zutaten für die Pie, zu deren Herstellung er gedacht ist!

Habe ich übrigens gesagt, dass gestern der vollste Tag auf den Postämtern sein sollte? Was auch immer schiefgegangen ist – auf jeden Fall habe ich heute über eine Stunde gewartet, um unsere Weihnachtspost auf den Weg zu bringen. Ihr solltet also alle noch rechtzeitig etwas bekommen …

In solchen Situationen wird die amerikanische Fähigkeit des Small Talk ausgesprochen nützlich: Ich konnte mich wörtlich stundenlang mit den wildfremden Leuten um mich herum unterhalten. So geht wenigstens die Zeit ein wenig besser herum.

You’ve got mail!

Manche Rituale hierzulande sind schon seltsam: Aus irgendeinem Grund scheinen sich bestimmte Ereignisse jedes Jahr am selben Tag zu wiederholen …

War es unlängst der „Black Friday“ nach Thanksgiving, an dem ganz Amerika einkauft, so hatten wir heute den traditionell geschäftigsten Tag für den United States Postal Service.

Grundsätzlich am Montag der letzten Woche vor Weihnachten schicken die Bürger ihre Christmas-Cards auf den Weg, und so wächst das Postaufkommen an diesem einen Tag um 50%, und drängeln sich die Schlangen vor den Schaltern. War dem Fernsehen sogar eine Sondersendung wert, inklusive Interviews mit Angestellten sowie wichtigen Tipps vom Schlage eines „Kleben Sie Ihre Pakete zu!“ und „Schreiben sie Postleitzahlen auf die Briefe“ …

P.S. Fieser Sturm (diesmal richtig), es regnet in Strömen …

Bye, Bye Miss American Pie …

Heute Abend war „Pot-Luck-Dinner“ bei unseren Nachbarn. Also unseren Vermietern. Welcher ja gleichzeitig auch Chair des Linguistik-Departments ist. Und daher die Professorin gut kennt, mit der Katharina in ihrem Labor zusammen arbeitet. Weshalb jene auch eingeladen war.

Immer wieder erhellend, sich ein wenig auszutauschen, denn unweigerlich kommt man in diesen Gesprächen auf die Unterschiede zwischen den Ländern und Kulturen zu sprechen – diesmal zum Beispiel die Schulsysteme, wobei die Tatsache, dass in Deutschland Nachmittags frei ist, auf große Verwunderung traf.

Wichtiger aber noch ganz viel zum Thema Essen und Kochen, da jeder etwas mehr oder weniger typisches mitgebracht hatte, und Soonja, die Professorin, aus Korea stammt.

So gab es dann Salate und leckere ausgebackene Fischfilets und Shrimps aus Asien, von uns einen Kartoffelsalat mit grünem Spargel sowie mit Hähnchen gefüllte Äpfel aus Europa (irgendwie), und vor allem zum Nachtisch diverse Pies (Pumpkin, Pecan, Boysenberry) mit Sahne und Vanilleeis. Yummy!

Ein Colt für alle Fälle!

Beim genaueren Durchlesen der Unterlagen, die unseren Mitgliedskarten bei der „American Automobile Association“ beilagen (jetzt nach fast 6 Wochen endlich gekommen, soviel noch einmal zum Thema ‚Bürokratie‘), bin ich auf eine interessante Passage gestoßen: Im Falle eines Verkehrsvergehens würde der AAA sogar bis zu $10.000 Kaution für uns stellen. Sehr beruhigend …

Offenbar ist das Prinzip von „Bail“ hier sehr verbreitet. Schon für Kleinigkeiten wandert man vorsorglich in den Knast, darf dann aber je nach Schwere des Vergehens gegen ein paar tausend Dollar bis zur Verhandlung auf freiem Fuß bleiben.

Wer das nötige Geld im Falle des Falles nicht hat, kann sich an diverse Büros für „Bail Bonds“ wenden (die machen hier sogar Fernsehwerbung) die einem den Betrag so lange leihen. Und falls ich dann nicht vor Gericht erscheine, sondern lieber durchbrenne, setzt die Agentur Colt Seavers auf mich an!

Zeitgeist

Einige Stereotype sterben einfach nicht aus. Und so gefällt sich die Werbung hier darin, zum Beispiel Kosmetik als „europäisch“ und natürlich Lebensmittel als französisch anzupreisen, um besonders edel zu wirken.

Und auch wenn ich es besser weiß: Spätestens wenn man versucht, mir einen „Woulksväggn“ anzudrehen, werde ich ein klitzekleines bisschen patriotisch 🙂

P.S. Das Jahr geht dem Ende entgegen, und viel besser als jeder andere Rückblick fasst der Google Zeitgeist 2002 zusammen, was die Menschheit in den vergangenen 12 Monaten wirklich bewegt hat.

Blinded by the light

Tagsüber fühlt man sich hier immer noch alles andere als weihnachtlich. Deswegen werden wir am Wochenende auch mal wieder ans Meer fahren, und barfuß am Strand entlang spazieren 🙂

Aber wenn es erstmal dunkel geworden ist, wird das durch die Dekorationen an praktisch allen Häusern in jeder Nachbarschaft leicht wieder wettgemacht. Nicht ganz leicht zu fotografieren (wir haben es natürlich trotzdem probiert), und im Original sind die teilweise animierten Rentiere, Marias und Josefs, Lichterketten, Weihnachtsbäume, Santa Clauses, Schneemänner, … noch viel ‚beeindruckender‘!