Wie jeden Montag, war auch heute wieder der große Wocheneinkauf angesagt: Wenn man große Mengen ersteht, werden die Nützlichkeiten und Seltsamkeiten amerikanischer Supermärkte erst richtig auffällig …
Zum einen habe ich mich jetzt breitschlagen lassen, und trotz aller Bedenken um ausgiebige Datensammler eine Kundenkarte in unserem lokalen VONS-Supermarkt besorgt. Die Preisvorteile sind einfach zu groß, besonders angesichts der sonst exorbitanten Beträge, die für Lebensmittel hier zu zahlen sind (Eurokurs hin oder her). Als VONS Club-Mitglied bekomme ich jetzt so beeindruckende Rabatte wie „Olivenöl für $5.99 – mit Karte für $3.99“, „Halbe Gallone Orangensaft für $3.99 – mit Karte zwei Kartons für $4.00“ oder „Truthahn bis 15 Pfund $7.99 – mit Karte den zweiten umsonst dabei“. Da nimmt man doch (fast) gerne die unausweichliche Werbepost in Kauf, die eine solche Karte nach sich zieht.
Was das Einkaufen viel einfacher macht, sind die netten Zweit-Mitarbeiter an der Kasse, die sämtliche Waren in Unmengen von Plastiktüten verpacken. Bei grob geschätzt etwa drei Items pro Tüte, hat man das Dutzend schnell voll. Für schwerere Dinge werden gerne auch mal zwei oder mehr Tüten gleichzeitig verwendet … und selbst wenn der Kassierer allein sein sollte, packt er alles für mich ein, während man (und der Rest der Schlange) geduldig wartet.
Als große Schwierigkeit für die armen Angestellten hat sich dann anschließend mein Name herausgestellt. Offenbar gehört es zur Geschäftspolitik, den Namen des Kunden vom Kreditkartenbeleg abzulesen, um denjenigen dann persönlich verabschieden zu können. Klappt aber bei „Rohlfing“ nur sehr bedingt …
Und was ich mich leztendlich noch nicht traue, ist die Tüten dann auch zum Wagen tragen zu lassen. Aber in ein paar Wochen bin ich bestimmt auch so weit 🙂

Das mit dem Kundennamen von der Karte ablesen und ihn so wenigstens zu verabschieden, ist übrigens nicht rein amerikanisch – auch wenn es vermutlich da her kommt: Offiziell sollen wir das bei Aral auch machen.
Uaahhhh!
Die meisten Kunden würden entnervt davonrennen, bevor ich mein „Ich wünsche ihnen eine gute Fahrt, Herr/Frau Soundso..“ heruntergeleiert habe…