Hit the Road, Jack!

Auch Katharina traut sich jetzt hier ans Autofahren. Muss ja auch üben, wenn demnächst der Führerschein ansteht. Aber erstmal die angekündigte Mitgliedschaft im AAA. Schon, weil der Club auch günstige Autoversicherungen für Mitglieder anbietet. Gleich das nächste Problem: Versicherungen nur für Inhaber eines kalifornischen Führerscheins. Ich hatte gehofft, wenigstens das ein wenig herausschieben zu können, aber jetzt … nächste Station „Department of Motor Vehicles“. Schlangen genau wie im deutschen Straßenverkehrsamt, also haben wir nur die notwendigen Formulare mitgenommen, und sind nach Hause gefahren. Erst mal alles in Ruhe lesen.

Schon deswegen, weil hier alles etwas anders läuft, als aus Good Old Germany gewohnt: Sobald wir diese Formulare abgeben, steht direkt im DMV die theoretische Prüfung an. Vorher ein Sehtest und eine drastische Identitätsprüfung: Alldieweil es in den USA keinen Personalausweis gibt, wird eigentlich immer die Driver’s License für diese Zwecke benutzt. Entsprechend streng die Überprüfung, inklusive Unterschrift, Foto und Daumenabdruck!

Wir haben uns den Abend Zeit genommen, die Kalifornischen Verkehrsregeln auf der Webseite zu lesen, und schonmal ein paar Übungstests im Netz zu machen. Alles in allem relativ einfach, wenn man die paar Besonderheiten bedenkt: Rechts abbiegen bei Rot erlaubt. Schulbusse dürfen nie überholt werden. Doppelte Linien auf der Straße dagegen dürfen ruhig überfahren werden. An Kreuzungen mit Stopp-Schildern fährt der zuerst, der auch zuerst angekommen ist.

Schwieriger sind nur die üblichen Zahlen: Wie weit vor einem Bahnübergang darf ich parken? Wieviel muss ein Kind wiegen, damit es keinen Kindersitz mehr braucht? Vor allem angesichts der amerikanischen Zahlenangaben. Das gleiche Problem beim Ausfüllen der Formulare. Ich weiß zwar, wie groß ich bin, aber in Feet und Inch? Und wieviel lbs wiege ich eigentlich.

Nach ein paar Stunden fühlen wir uns aber vorbereitet, und hoffen, wenn wir morgen gleich bei Türöffnung im DMV sind, nicht wieder stundenlang warten zu müssen …

Ein Gedanke zu „Hit the Road, Jack!“

  1. Bin ich froh, dass ich den Unfug hinter mir habe. Ich musste das ja auch zwei mal machen … nein, nicht was du jetzt denkst. Ein ziviler Führerschein gilt beim Bund nichts. Daher zwei mal. Und glaub mir, Bundeswehrfahrlehrer- und Prüfer sind in mancher Hinsicht eine Steigerung der im zivilen Bereich üblichen – öhm – Exemplare.

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