Day Care

Nach anfänglichen Schwierigkeiten für Eltern und Kind gefällt es Samuel jetzt sehr gut in seiner Day Care-Gruppe. Mittlerweile heult er nicht mehr, wenn ich ihn morgens abgebe, und kaum bin ich außer Sicht, stürzt er sich fröhlich auf die anderen Kinder und Spielzeuge. Beim Abholen nachmittags kümmert er sich dann schon gar nicht mehr um mich, wenn ich reinkomme. So muss das sein…

Foto: Samuel, ins Spiel vertieft (sorry für die schlechte Qualität – unsere Nanny hat nur eine Sofortbildkamera, und ich musste davon abfotografieren).

Life ’54

Interessanter Selbstversuch eines Journalisten, der einmal zehn Tage so gelebt hat wie vor 50 Jahren … also zum Beispiel mit Schwarzweiß-TV (ohne Fernbedienung oder Fernsehzeitung, und nur eine Zimmerantenne), ohne McDonald’s, Pizza-Delivery oder Postleitzahlen aber dafür mit einem Pulswahltelefon (ohne Wahlwiederholung oder Rufnummernanzeige, versteht sich).

Die einzige Ausnahme war die Pille – darauf hat seine Verlobte bestanden (^_^)

*trommel*

Die Djembe-Stunden, die Katharina mir zum Hochzeitstag geschenkt hat, gefallen mir wirklich ausnehmend gut. Allerdings war mir vorher nicht wirklich klar, welchen Tribut das afrikanische Trommeln fordert: Dass mir nach der ersten Sitzung die Hände weh taten, hat mich ja nicht gewundert. Aber nachdem ich am vergangenen Samstag eine Stunde lang nur mit der linken Hand Slaps geübt habe, war mein Handballen ein einziger Bluterguss, und den Daumen kann ich auch nicht mehr krümmen. Macht aber jede Menge Spaß (^_^)

Oh my god! They killed Franka! You bastards!

Nach einem Jahr Abstinenz war ich mal wieder mit Katharina im Kino (während Schwiegermama den schlafenden Kleinen hatte) – und der Film war mit „The Bourne Supremacy“ auch gut gewählt: Wegen Franka Potente im englischen Originalton, und der Tatsache dass der Großteil des Filmes in Berlin spielte. Da konnte ich schonmal wieder ein wenig gucken, was uns nach unserer Rückkehr so erwartet (hoffentlich ohne einen Verräter in der CIA, der mir einen Mord unterschiebt und dann auf die Abschussliste setzt, versteht sich).

Bobby

Als Amerikaner müsste Samuel ja eigentlich einen Radio Flyer haben. Aber Schwiegermama hat es sich dann doch nicht nehmen lassen, ein Bobby Car zu importieren. Im Koffer. Die TSA-Beamten haben sich beim Durchleuchten vermutlich schwer gewundert. Also schiebt sich der Kleine jetzt damit durch die Wohnung und hüpt!

Beim Durchblättern des beiliegenden Katalogs habe ich dann übrigens gesehen, dass das Traumgefährt meiner Kindertage in der Neuauflage erhätlich ist. Aber ich passe wohl beim besten Willen nicht mehr drauf…

Für dich

Als Stadtkind ist Samuel ja Lärm gewöhnt. Und so kann ihn dann auch Tag und Nacht nichts aufwecken. Egal ob die USPS-Trucks, die die Briefe ans Postamt nebenan liefern. Hupen, Sirenen, Car Alarms und Rückwärtsgepiepse von der Straße. Trennschleifer auf der Baustelle hinterm Haus. Trommelnde Straßenmusiker. Die Harley unseres Supers. Geschirrgeklapper aus der Küche.

Aber wenn das Telefon klingelt, steht er sofort senkrecht im Bett. Ob er wohl einen wichtigen Anruf erwartet?

Free as in Coffee

Das war wieder so ein Moment, wo ich die amerikanisch pragmatisch kundenfreundliche Art noch ein wenig lieber gewonnen habe: Bei meinem Starbucks war heute der Kassencomputer ausgefallen. Aber statt von Hand zu kassieren (was wegen der vielen Kreditkartenzahlungen zugegebenermaßen schwierig wäre), oder den Laden bis zur Reparatur dichtzumachen (wie es vermutlich der gute, deutsche Einzelhändler getan hätte)… konnte ich meinen Grande Vanilla Bean Frappuccino einfach so ordern. Habe meinen Grande Vanilla Bean Frappuccino auch einfach so bekommen. Und brauchte dann nichts für meinen Grande Vanilla Bean Frappuccino zu bezahlen. On the house! Die Kasse war ja schließlich kaputt!

Noch mehr haben mich dann sogar die vielen Kunden beeindruckt, die angesichts umsonster Getränke als Ausgleich freiwillig allesamt mehrere Dollar Trinkgeld dagelassen haben – während der heutige ‚Geiz ist Geil‘-Deutsche vermutlich gleich einen zweiten Kaffee umsonst eingesackt hätte, und verschwunden wäre. Nachdem er seine Thermoskanne gefüllt hat. Und dann allen Kumpels Bescheid sagt. Nur wegen Hartz, versteht sich. Sind ja alle so arm…