In den vergangenen Monaten habe ich mehr und mehr das Bedürfnis verspürt, endlich mal wieder einen guten Roman zu lesen – und einige sehr gelungene Sachbücher haben meine Leselust eher noch angefacht – aber was immer ich auch angefangen habe, ob gekauft oder geschenkt, konnte mich einfach nicht begeistern. Die Durststrecke hat jetzt aber endlich ein Ende…
Buchempfehlung für heute: ‚Perdido Street Station‘ von China Miéville. Statt ausführlicher Beschreibung halte ich es einfach mal mit den begeisterten Kritikern, die sich mit Vergleichen anderer Autoren überschlagen, und es trifft es vielleicht wirklich, wenn man das Werk als gleiche Teile Kafka, Dickens, Gibson und Dick charakterisiert.
In Deutschland erschienen bei Lübbe, was natürlich wieder mal heißt, dass aus einem mit gut 600 Seiten vollkommen normal dimensionierten englischen Roman zwei deutsche Bücher (‚Die Falter‘ und ‚Der Weber‘) geworden sind. Und so kann man dann statt $7.99 gleich zwei Mal 8,90 Euro hinblättern. Lohnt sich aber auf jeden Fall!

Hat mit der Buchpreisbindung nichts zu tun: Dass hiesige Buchhaendler, wenn sie wollen, die empfohlenen $7.99 unterbieten koennen aendert ja nichts an der Tatsache, dass Luebbe dreist Geld schneidet mit der Veroeffentlichung in zwei Baenden.
Hm, Englisch ist ja etwas…“kompakter“ (wieviel wohl so im Schnitt?), aber evtl liegt’s ja im Wesentlichen auch an der Buchpreisbindung?