[Spoiler] Keine Sorge, der folgende Text verrät so gut wie nichts, damit sich der Weg ins Kino auch garantiert noch lohnt:
Bond is back – und er ist so gut wie lange nicht! Nach dem peinlichen Vorgänger besinnt sich „Die Another Day“ auf gute, alte Tugenden (was hier durchaus wörtlich zu nehmen ist: Q verwaltet ein Archiv mit lauter Goodies aus vorherigen Filmen, darunter den Klapphubschrauber aus „You Only Live Twice“ und den Schuh samt vergifteter Spitze von Rosa Klepp aus „From Russia With Love“, und Halle Berry entsteigt bei ihrem ersten Auftritt den Fluten im gleichen Bikini wie Ursula Andress in „Dr. No“).
Selbst die Story borgt so einiges aus früheren Bonds, ein Lasersatellit aus Diamanten kam schon in „Diamonds Are Forever“ vor, und das erste Aufeinandertreffen von James Bond und seinem Gegner, als Spiel (hier ein Schwertkampf) erst um einen finanziellen Einsatz, aber schon bald auf Leben und Tod ist bereits mehrmals dagewesen, aber die Mischung funktioniert einfach: Ein schön böser Bösewicht, inklusive fiesem Sidekick. Ein perfider Plan, den es zu vereiteln gilt. Ein Maulwurf in den eigenen Reihen. Jede Menge teure Autos zum kaputtfahren (ganze Fuhrparks werden einfach aus Flugzeugen geworfen). Und vor allem diesmal für James ein ganz persönliches Motiv, nachdem er schon im Vorspann 14 Monate lang in einem nordkoreanischen Gefängnis gefoltert wird, und anschließend als ‚verbrannt‘ aus dem Dienst entlassen auf eigene Faust Rache nehmen und seine Ehre wieder herstellen will!
Was Halle Berry als „Jinx“ angeht, gehen Katharinas und meine Meinung auseinander: Hübsch anzusehen ist sie zweifelsohne (auch wenn es leider keine sinnlosen Nacktszenen wie in „Password: Swordfish“ gibt), aber über ihre schauspielerische Leistung und vor allem den Sinn ihrer Rolle als toughe NSA-Agentin konnten wir uns nicht einigen. Dafür war Madonna in ihrem Cameo als Fechttrainerin wirklich gut … Alles in allem: Sehr empfehlenswert!

Klärt mich auf: Was ist denn der tiefere Sinn der Rolle eines Bond-Girls?
Also, für mich reicht es vollkommen, wenn sie gut aussieht. Und das tut Halle Berry eindeutig … Katharina (die hier leider direkt neben mir sitzt), sieht das irgendwie anders 🙂
Ich sehe das änlich wie du … wobei ich neben dem rein optischen Grund – ich genieße den Anblick hübscher Frauen – imho noch einen dramaturgischen gibt: Bond ist eine Art „überheld“, der keine auch nur annähernd gleichwertige Figur neben sich verkraftet, sei sie nun weiblich oder männlich. Auch sein Agentenkumpel Felix Leiter vom CIA hatte immer nur eine Nebenrolle. Das gilt übrigens auch für entsprechend angelegte weibliche Hauptrollen: Eine Lara Croft würde nur einen „Nebenmann“ an ihrer Seite dulden, aber keinen Indiana Jones.
Und nun bin ich neugierig, wie Katharina das sieht … „Huhu!“, falls sie gerade neben dir sitzt 😉