Nachtrag zu gestern: Bei allen Aversionen, die man hier gegen das „alte Europa“ so hegt – für manche Dinge schielt man immer noch gerne über den Atlantik. Und deswegen tragen Kosmetika sehr gerne französische Namen, und versuchen Autohersteller ihre Produkte als möglichst deutsch anzupreisen.
Das bedeutet vor allem, jede Menge unpassende „Umlauts“ in den Print- und TV-Anzeigen und dazu meist grottenschlechte Sprecher, die von Grammatik und Aussprache des Deutschen so viel verstehen wie Kommissar Leber .
Aktuelles Beispiel von Lexus, und ich zitiere wörtlich: „Willkommen Zu Der Wunderbar Wagen. Stuttgart nach Munich in der neu Lexus RX 330: 218 kilometers that will forever change the world of automotive luxury. – Mätthias Muench“.

@Stefan: Das mit dem Übersetzen würde ich natürlich jederzeit gerne machen – aber ich habe den Verdacht, dass das hier niemand in der Werbe-, Film- und Fernsehbranche mit viel Sorgfalt betreibt.
Schließlich laufen in den USA Unmengen von „native Germans“ rum, die das perfekt machen könnten, aber stattdessen benutzt man offensichtlich lieber den Sohn vom Chef, der im College mal ein Trimester „German 101“ belegt hat …
@Guido: Ja, das waren noch Zeiten. Komischerweise habe ich keine Seite gefunden, die diese wunderbaren Texte („Kommissarr Leber hat keine Seit furr sie – err isst su beschafftigt!“) vorrätig hatte. Sollte man ja fast selber ins Leben rufen.
Stimmt, das wäre noch ein nettes kleines Webprojekt 😉
Erinnert mich irgendwie an Kohls Englisch … „Aua Ämeriken fränds“
😉
LOL… An Gabriel Knight 2 kann ich mich auch noch sehr gut erinnern… 😉
Wenn’s mit dem Übersetzten klappt, kannst Du ihnen ja „günstig“ Deine professionelle Hilfe anbieten…?! 😉
Tja, vielleicht liegt das Werbeproblem daran, dass man gar keine perfekte Übersetung möchte, sondern lieber das, was sich der Durchschnittsamerikaner unter Deutsch vorstellt … und das kann vielleicht wirklich der Sohn vom Chef besser ?!?
So wie Komissar Leber eben … den ich leider nicht kenne 😉