Nur als Eindruck, das erste Viertel des aktuellen Superbowls …
14:49 – Eine Fliegerstaffel schreibt irgendwas an den Himmel über dem Stadion. Leider unlesbar.
15:03 – Arnold Schwarzenegger präsentiert das Motto des Superbowl XXXVII: „Rise of the Machines“.
15:00 – Co-Kommentator John Madden beginnt die Reportage. Dass er angesichts einer so extrem amerikanischen Veranstaltung ständig von der „World Championship“ spricht, ist schon verwirrend …
15:07 – Einmarsch der Teams. Die Oakland Raiders ungewohnt in Weiß gefolgt von den Tampa Bay Buccaneers in Rot.
15:13 – Celine Dion singt „God bless America“. Ich dachte immer sie wäre Kanadierin. Aber wenn sowieso die Hälfte der US-Bürger glauben, dass Kanada ein amerikanischer Bundestaat ist, und 40 % bei einer Umfrage eine Annexion Kanadas befürwortet haben …
15:15 – Die Dixie Chicks singen die Nationalhymne (Nicht weitersagen: Wir sind nicht aufgestanden). Auf jeden Fall können die Spieler den Text auch nicht besser als deutsche Sportler ihre Hymne. Ab „Rocket’s red glare“ auch Feuerwerk. Dazu ist das Spielfeld gefüllt mit Veteranen und aktiven Soldaten. Anschließend eine andere Fliegerstaffel.
15:22 – Vorstellung des Schiedsrichters (Referee). Und der Gehilfen (Umpires)
15:23 – Münzwurf mit einer extra angefertigten Superbowl-Münze. Die Buccaneers entscheiden sich für Tails, gewinnen und werden als erstes receiven.
15:25 – Kickoff!
15:26 – Erste Werbeunterbrechung …
15:32 – Unsere Vermieterin kommt vorbei, bringt frisch gebackene Cookies und verkündet, dass sie den Superbowl boykottiert (weil ihre Schüler nach so einem Beispiel nie Künstler werden wollen, sondern lieber etwas machen, was mehr Geld bringt!)
15:34 – Nächster Werbeblock. Irgendwann zwischendurch haben die Raiders auch ihre ersten drei Punkte geholt, aber das habe ich wohl verpasst …
15:37 – Tampa Bays Nr. 27 legt einen angeblichen Fumble hin. Der Referee bestätigt die Entscheidung des Referee. Sehr zum Missfallen der Reporter. Und der Raiders, deren Coach eine Challenge versucht.
15:38 – Nach Konsultation der Zeitlupe wird die Entscheidung doch widerrufen. Kein Fumble – 1st & 10 für die Buccaneers.
15:41 – Immer wenn etwas wichtiges passiert, wird der Spieler näher vorgestellt. Interessanterweise sind die Jungs alle Studenten und nennen ihr College. Haben vermutlich nie einen Seminarraum von innen gesehen …
15:47 – Wieder Werbung (Bei Spielstand 3:3 nach einem Field Goal der Buccaneers): Außer extra gedrehten Produktspots gibt es auch jede Menge Trailer kommender Filme „Matrix: Reloaded“, „Matrix: Revolution“, „The Hulk“, „Charlie’s Angels – Full Throttle“, … (^_^)
15:56 – Ein wenig hin und her. Die Raiders verspielen ihre 4 Downs, ebenso die Buccaneers, ohne dass viel passiert.
16:00 – Der aktuelle Spielzug wird in Zeitlupe wiederholt, inklusive eingeblendeten Markierungen und Pfeilen. Ich verstehe trotzdem nicht, was passiert ist!
16:05 – Der Schiedsrichter erläutert per Mikro seine aktuelle Entscheidung.
16:07 – Spektakulärer Intercept von Raider Nr.23. Aua!
16:11 – End of 1st Quarter – guter Schnitt: nur 46 Minuten für 15 Minuten Spielzeit.
… soviel dazu. Das Spiel wird noch einige Zeit dauern, ebenso die große Party bei Nachbars, auch wenn die Band natürlich während des Spiels pausiert
Endstand übrigens: Raiders 21 – Buccaneers 48

Obwohl die Dolphins deshalb langweilig sind, weil sie langweilig spielen. Das Spiel gestern hatte einige interessante Momente. Allerdings ist das rein zeitlich gesehen eine echte Qual! Was ja nichts im Vergleich zu Baseball sein soll. Wie sagte das eine Kollegin von mir hier so schön: Während eines Baseballspiels kann man sich zwischendurch ruhig mit Getränken u.ä. versorgen. Wenn man dann zurückkommt, hat man meistens sowieso nichts verpasst.
Klingt ziemlich verwirrend… Ich konnte sowieso noch nie verstehen, was an Football so interessant sein soll. Irgendwann bin ich mal aus reiner Neugier zu einem Spiel der Dolphins gegangen um mir das mal anzuschauen, man was war das langweilig 😉
Hmm, mag aber auch an meinem allgemeinen Desinteresse an Sport liegen, daß ich dem ganzen nichts abgewinnen kann. Außerdem hatte ich nicht den blassesten Schimmer was da auf dem Spielfeld passiert. 😉 Aber mit dem Zeitfaktor hast Du da schon recht, ist ne langwierige Angelegenheit.
Achja zur allgemeinen Erheiterung mein Link des Tages:
http://www.engrish.com/
Wenn’s so lang‘ daueret und so wenig passiert… Wozu sollen denn dann noch die Werbepausen gut sein? 😉
Na ja, man kann ja Hand/Basketball schauen, da geht’s ja „immer hin&her;“…
Faszinierend … ob die Amerikaner ein deutsches Fussballspiel wohl langweilig finden würden, weil da ja gar keine Werbung kommt? Oder jedenfalls viel weniger? 😉
Werde Guru mal nach Celine Dion fragen. Als Kanadier hat er meist recht interessante Einstellungen zum Verhältnis der Amerikaner zu ihrem noch nicht eingeggliederten Bundesstaat …