Das … ist ein Router!

In letzter Minute: Morgen wäre mein vorläufiger Führerschein abgelaufen, aber pünktlicherweise habe ich heute meine echte Driver License in der Post gefunden.

Jetzt kann ich mich endlich vernünftig ausweisen, beim Kauf von Alkoholika oder beim Zahlen mit Kreditkarte – und kein Verkäufer hat mit meinem deutschen Personalausweis zu kämpfen oder fängt ob dieser wundersamen „ID-Card“ ein Gespräch an.

Konsequenterweise ist der kalifornische Führerschein gleichzeitig auch ein Organspenderausweis. Einfach einen kleinen, mitgelieferten Aufkleber draufpappen und fertig!

Seltsam nur, und wieder ein Zeichen für die unfähige Bürokratie hier: Ausgestellt ist mein Führerschein schon am 30.November. Er hat dann nur 5 Wochen bis hierhin gebraucht …

Lehrreicher Link für heute: Die Maus erklärt das Internet .

3 Gedanken zu „Das … ist ein Router!“

  1. es ist schon Klasse, wie du uns immer wieder mit Neuigkeiten udn Kuriositäten aus Amiland versorgst. Lass mich dir an dieser Stelle einmal danken, indem ich mal eine Kuriosität aus Deutschland beschreibe – denn seit 5 Tagen gilt:
    Traraaa! Das Dosenpfand ist da!

    Nachdem ich nun zwei volle Nächte in der Tankstelle die Gelegenheit hatte, die Auswirkungen der neuen Regelung vor Ort zu begutachten, hier eine kurze Zusammenstellung der unschätzbaren Einsichten, die ich gewinnen konnte:

    Das allseits befürchtete und gerade vom Handel und der Industrie herbeigeschriehene Chaos an den Kassen blieb aus. Zwar war – in Ermangelung eines Rücknahmesystems seitens der Hersteller, die ja bis zuletzt auf ihre gerichtlichen Eilanträge gehofft hatten – jeder Händler für sich selbst zuständig. Aber es funktioniert!
    Und das geht so: Jeder Kunde, der Alkohol oder Limonade in einer Einwegverpackung – ich nenne sie der Einfachheit mal Dose – kaufte, bekam von uns unaufgefordert eine Quittung und die Belehrung, dass er die 25 €Cent Pfand nur gegen Vorlage der Dose und der Quittung wiederbekäme – und nur in dieser Tankstelle.
    Die meisten nahmen es mehr oder weniger gelassen hin. Einige jammerten – was sie als arme Reisende denn machen sollten, die vermutlich nie wieder nach Paderborn kämen, ein paar Witzbolde fragten, wie lange denn das gültig sei, sie wären erst in 3 Jahren wieder hier …
    Interessanterweise waren es gerade ein paar Gruppen russischer Kampftrinker, die das Dosenpfand am schnellsten annahmen: Sie besuchten mich fortan gleich zwei Mal pro Nacht, einmal, um mehrere Paletten Paderborner Bier zu kaufen, und ein zweites Mal, um sie zurückzubringen und stolz grinsend den Pfand einzustreichen. So lob ich´s mir.
    Ein paar bsonders findige Leutchen musste ich allerdings enttäuschen: Für die 3 großen Säcke Dosen, die sie seit Anfang Dezember gesammelt hatten, konnte ich ihnen keinen Pfand rausgeben. Die von dem Erlös geplante große Party fiel denn auch aus.

    Wirklich zu denken gaben mir nur jene Kunden, die mich verwundert fragten: „Dosenpfand? Häh? Das hier ist doch Einweg…!“ Da fragt man sich doch, wo genau sie die letzten – hmm, 12 Monate? – gelebt haben.

  2. Vielleicht liegt es daran, dass man hierzulande halt gern jammert? Und was auch immer man sagt, das Pfand funktioniert. Verschiedene Kunden haben bereits auf den Kauf von Dosen verzichtet. Ob sich das im Umsatz bemerkbar macht, oder ob sie stattdessen nun Mehrwegflaschen kaufen, weiß ich noch nicht.

  3. Ziemlich interessant. Da wundere ich mich vor allem, warum der Handel so vehement gegen die Einführung protestiert hat – nach dieser Beschreibung sieht das aus, als könnten die Geschäfte ungefähr die Hälfte des Pfands als Gewinn einstreichen …

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