???

Ich kann mich ja so gut wie nie an meine Träume erinnern. Dafür lohnt es sich dann aber. Bin sehr auf Deutungsvorschläge gespannt:

„Wir sind in den USA – keine bestimmte Stadt, aber definitiv die US. Ohne Vorwarnung wird das Land von unbekannten Invasoren angegriffen. Sie sind überall, auf offener Straße werden Leute erschossen. Wie alle anderen flüchte ich auch.

Mittlerweile ist es dunkel. Ich kauere hinter einem Auto, auf der anderen Seite ein gegnerischer Soldat auf einem kleinen Vehikel mit Geschütz. Er schwenkt den Lauf hin und her, und ich robbe von links nach rechts, um nicht entdeckt zu werden. Auf der anderen Straßenseite kommen ein paar Kinder vorbei, und er wirbelt auf der Lafette herum, mäht sie nieder… immerhin kann ich die Gelegenheit nutzen, zu entkommen.

Es ist wieder Tag. Ich bin auf dem Weg, um Waffen abzuholen, die an die Bevökerung ausgegeben werden, damit ich Samuel und Katharina beschützen kann. Hetze gebückt über Zäune und durch Hinterhöfe (immer bergauf). Frage mich, welche Wummen wohl am meisten Sinn machen. Eine .38er für Kasia, und eine .45er für mich? Oder auch die handlichere kleine? Und dazu noch ein Sturmgewehr. Vielleicht eine Kalaschnikov (haben die hier sowas)? Aber eine Uzi oder MAC-10 ist soviel einfacher zu transportieren? Und kriege ich als Nicht-Amerikaner überhaupt eine Schusswaffe ausgehändigt? Wenn ich nur patriotisch genug tue? Oder sollte ich Samuel anführen?

An der Ausgabestelle herrscht Volksfeststimmmung. Die Knarren werden aus einer Kirmesbude heraus verteilt. Dazu gibt’s für jeden gebrannte Mandeln…“

6 Gedanken zu „???“

  1. Tja … lass mich vorweg sagen, dass auch ich mich nie an meine Träume erinnere. Nur daran, dass ich geträumt habe. Es scheint immer so zu sein:
    Entweder bin ich noch so verschlafen, dass ich mich an den Traum erinnere, aber ihn nicht deuten kann, oder ich bin so wach, dass ich ihn vielleicht deuten könnte, nur erinnere ich mich dann nicht mehr.
    Und vielleicht ist das auch ganz gut so, sonst würde mich das womöglich beunruhigen.
    Was deinen Traum angeht: Deuten kann und möchte ich den lieber nicht, das überlasse ich Leuten, die glauben, so etwas zu können.
    Aber falls du das nochmal träumst, habe ich ein paar Tips für dich:
    Kalaschnikows gibt es überall, also bestimmt auch in den USA. Und angeblich sind sie idiotensicher, soweit man den Begriff ’sicher‘ in Bezug auf Waffen überhaupt bentzen sollte. Die Uzi oder Mac-10 ist sicher leicht transportierbar, dafür ist bei der Uzi die Chance, dass du dich aufgrund einer Waffenfunktionsstörung selbst erschießt, wohl am größten.
    Ach ja, und in die Knarren kommen dann natürlich blaue Bohnen und nicht gebrannte Mandeln … 😉

  2. Ich bin auch der Meinung wie du, Gudrun.
    Besonders letzte Teil der Deutung ist sehr überzeugend.
    Bei sollchen Traum kommt alles heraus – was man in tiefsten trägt….:-)

  3. Was ihr so alles über Waffen wisst und das auch noch im Traum… Egal
    Erster Deutungsansatz: Ein liebender Familienvater verarbeitet die Erfahrungen eines großen Umzugs (viele Hrausforderungen, viel Verantwortung, viele Entscheidungen) gepaart mit den Ängsten, die einen als ebensolchen schonmal anfallen können (Wie kann ich meine geliebte gute Familie vor der wilden rauhen Welt beschützen?).
    Ort, Umstände, Details (wie Waffen) sind an sich ja unwichtig und zeigen nur Spuren des zweijährigen US-Aufenthaltes. Vielleicht kommt so als zweite Komponente noch hinzu, dass die USA eben auch ein Stück Heimat/Zuhause geworden sind und du auch für sie Gefühle entwickelst hast.
    Also eigentlich ein Traum, der auf viel Positives verweist. Ein Statement wie weit du für deine Familie gehen würdest.

  4. @Gudrun:
    Tja, zu irgendetwas müssen die ganzen gewalttätigen Computerspiele doch gut sein, die wir spielen, oder? 😉
    Das mit der Uzi ist nicht aus einem Spiel, sondern aus den sinnlosesten 15 Monaten meines Lebens – meinem Wehrdienst. Die Dinger sind wirklich saugefährlich.
    Eine sehr interessante Deutung übrigens – sollte ich mich jemals an einen Traum erinnern – was ich nicht hoffe – werde ich dich mal um Rat fragen.

  5. @Gudrun:
    Die Uzi ist eine Maschinenpistole – und zwar, soweit ich mich erinnere, eine recht alte. Die Uzis, die wir beim Bund verwendet haben, waren alle so aus den 50ern. Sie hatte den Nachteil, dass sie sehr leicht ‚losging‘, auch wenn sie eigentlich nicht sollte, z.B. nach einem Stoß, oder wenn sie hinfiel, oder man sie schief ansah …
    Erlebt habe ich so etwas nie, aber es wurden uns Geschichten erzhlt über Uzis, die hinfielen und begannen, im Feuerstoß um sich zu ballern, während sie sich durch den Rückstoß am Boden in Rotation versetzten.
    Also, Marc, bitte nicht einmal im Traum benutzen 😉

    Und warum man Wehrpflichtige daran lässt? Weil neuere, sichere Waffen zu teuer wären? Oder weil Militär und Intelligenz eben widersprüchliche Begriffe sind? Keine Ahnung.

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