Eine Werbeagentur hat ‚Deutschlands häfigstes Wohnzimmer‘ zusammen gestellt: Durchaus treffend, wie ich finde, mit der ubiquitären Couchgarnitur, unvermeidlicher Fernsehzeitung auf dem gläsernen Couchtisch, der Schrankwand inklusive Vitrine voller Nippes banaler Erinnerungen, einer Zimmerpflanze mit lustigen Figürchen am Stock in der Blumenerde, und der kleinen Ecke die die Herrin des Wohnzimmers ihrem Gatten zubilligt für Formel 1-Modellauto und Fußball-Feuerzeug.
Monat: Februar 2004
Mac Minute
Mein Dauerthema, aber ich kann halt nicht anders … nachdem letztens Stefan ‚RoboSport‘ erwaehnt hatte, musste ich mir mal wieder den passenden Emulator fuer einen alten Macintosh Plus (vMac, gibt’s auch fuer den PC) besorgen, um selber spielen zu koennen! (^_^)
Liebe Genossen
Gerade mit „Goodbye, Lenin!“ mal wieder einen deutschen Film gesehen. Kurzkritik: Von filmischer Planübererfüllung kann kaum die Rede sein. Nette Idee, aber ich fand das ganze doch recht anstrengend und träge. Und viel zu viele krampfige Voice Overs …
2 von 5 roten Sternen!
Making Amendments
Klar, wenn mir die Verfassung nicht passt, ändere ich sie mal gerade – wird sich schon keiner der Founding Fathers was bei gedacht haben …
Arnold schlägt uneigennützig vor, dass auch nicht in den USA geborene Personen Präsident werden dürfen. Und George W. will sicherheitshalber ein Verbot der Schwulenehe in der Constitution verankern lassen.
You have the right to call
Würde mich ja doch mal interessieren, wer unsere aktuelle Telefonnummer vorher gehabt hat. Irgendeinen Grund muss es ja geben, dass wir regelmäßig R-Gespräche aus dem lokalen Gefängnis bekommen:
„You have a collect call from an inmate at Cook county jail …*beep*… Hey man, it’s me! You gotta get me outta he…*beep*… please press 0 now to take the call!“
Thin Ice
Angesichts steigender Temperaturen, schnell noch ein schönes Winterfoto aus Chicago …
Word of the day
Und das Wort zum Wochenende: Tchotchkes
Schon lange keinen Begriff mehr gelernt, der so gut zu dem passt, was er beschreibt … (^_^)
The gas is leaking …
Und wieder einmal muss man sich fragen, ob in den USA uüberhaupt irgend etwas funktioniert: Heute Nachmittag um 15.00 Uhr mussten mehrere Blocks im Hyde Park wegen einer gebrochenen Hauptgasleitung evakuiert werden. Mittlerweile ist es nach 21.00 Uhr, und das Gas strömt immer noch aus.
Gerade trat in den 9 O’Clock-News ein Sprecher der Gaswerke vor die Kamera. Man habe ein paar Ventile in der Gegend zugedreht, aber irgendwie habe das nicht so richtig geholfen. Spezialisten seien aber dabei, jetzt weitere Ventile an anderen Stellen zu finden und zu schließen, und man hoffe, die Sache damit vielleicht bald in den Griff zu bekommen … irgendein Ventil sei sicher für diese Blocks zuständig!
Safer Hex
Irgendwie werden Microsofts angebliche Anstrengungen, die Sicherheitsluecken in den eigenen Produkten zu beheben, immer seltsamer: Letzte Woche gab es die Empfehlung, auf Links nicht mehr zu klicken, sondern diese lieber von Hand abzutippen , und jetzt diese Poster?
Deutschismen
Rucksack und Kindergarten sind nun wirklich alte Hüte! Während das gemeine, anglophobe VDS-Mitglied gegen angebliche „Vermanschung“ der hehren deutschen Sprache wettert, borgt sich das Englische ungeniert passende Germanismen. Einfach mal ein paar Beispielsätze die mir in den vergangenen Monaten in TV, Presse und eMails so untergekommen sind:
„My son is a real Photoshop-meister!“
„It’s so simple, every hausfrau can do it.“
„He was schlepping lots of bags.“
„Tuxedo and kummerbund required“
„Sorry, but your car is kaput [sic]!“
„Be a mensch, and let me off the hook!“
„Behind his schadenfreude was something else.“
„I need a Schnapps [sic] first.“
„Stop spritzing me with the water!“
„Tasty bratwurst“
„He shot an angsty glance at the dog.“
