For Rent, Pt. 5

Ganz schön aufwändig: Um eines der drei übrig gebliebenen Apartments auch wirklich mieten zu können, steht üblicherweise erst einmal das Ausfüllen einer Application an. Diese „Bewerbung“ geht dann an den zuständigen Vermieter, der durch seitenweise Fragen nach Arbeitsplatz (inklusive der letzten Gehaltsabrechnungen), ausstehenden Krediten (restbetrag und monatliche Raten nachweisen), Kontoauszügen und Kreditkartenabrechnungen (bitte letzte drei Monate beilegen), vorherigem Vermieter (mit Telefon und Adresse für Nachfragen), Grund des Umzugs, Sozialversicherungsnummer, Auto (mit Jahrgang und Kilometerstand) und mindestens zwei Referenzen nicht verwandter Personen anschließend entscheidet, ob man der Wohnung würdig ist.

Dazu kommt dann immer noch ein Credit-Check, der für uns zwar mittlerweile klappen müsste, da wir unsere Credit-History in den letzten Monaten durch ein amerikanisches Konto samt Schecks und Debit-Card aufgebaut haben, aber immer mit $40 zu Buche schlägt. Non-refundable, versteht sich …

Angesichts all‘ dieser Hürden entscheiden wir uns für das einzige Apartment, bei dem der Inhaber auf den ganzen Aufstand verzichtet. Unser Scheck über die Kaution ist unterwegs nach Chicago, und wir warten auf den Mietvertrag.