„Freedom Fries“

Die ominöse Umbenennung der „French Fries“ geistert seit gestern durch Presse, Internet, und die Kommentare hier. Zeit also, sich das einmal näher anzusehen.

Zunächst einmal, wie so oft, ist die Neuigkeit „greatly exaggerated“: Tatsache ist, dass zwei republikanische Hinterbänkler diesen Publicity-Stunt hingelegt haben. Und dass das entsprechende Gesetz ausschließlich für die Speisekarten im Repräsentantenhaus gilt – dafür sind die beiden nämlich zuständig (gut zu wissen, welch‘ wichtige Aufgaben gewählte Volksvertreter so erfüllen …). Details entweder in der New York Times oder bei CNN.

Trotzdem ist die Aktion natürlich lächerlich, und verdient eine Behandlung durch Experten, zum Beispiel die „Titanic“:

„Weitere Umbenennungen werden im Laufe der nächsten Woche folgen und neben Gastronomie („Freedom Dressing“), Sexualität („Freedom Kiss“) und Historie („Freedom Revolution“) auch Spielfilme („Freedom Connection“) und die Wirtschaft („Freedomising“) betreffen; eine unabhängige Studie soll zudem herausfinden, ob die Amerikaner evtl. das dümmste Volk der Welt sind.“

Andererseits eilt die Realität wie so oft heutzutage der Satire voraus, wie dieses Bild der ‚Speisekarte‘ eines Bordells in Nevada zeigt …