TSA

Die nach dem 11. September neu geschaffene „Transport Security Administration“ (noch eine Behörde – und da behaupte noch einer, in den USA gäbe es weniger Bürokratie) hat ihre ersten Statistiken vorgelegt: In den vergangenen 12 Monaten wurden an Flughäfen unter anderem angeblich 40.000 Teppichmesser aus Handgepäck beschlagnahmt. Kann mir mal einer verraten, wer solche Mengen mit sich rumschleppt?

Immerhin aber hat Kalifornien das Problem gelöst, was man nach dem Einsacken mit den ganzen Sachen macht: Man verscherbelt sie bei eBay und bessert so die knappen Staatsfinanzen auf. „Surplus Property Disposal Program“ heißt das dann!

Auch wichtig für eventuelle Besucher: Nagelknipser sind ab sofort wieder erlaubt! Und, kein Scherz sondern offizielle Bekanntgabe: Transformers … (^_^)

PST

Dank Sommerzeit sind es ab sofort 10 Stunden Unterschied zwischen Deutschland und Kalifornien. Zumindest bis Ende April, wenn auch hier die „Daylight Saving Time“ beginnt …

Kriegsgewinnler

„Iraqi peasant crashed an Apache with a gun when he saw US Navi officers fucking his mule“ – dank dieser vielversprechenden Betreffzeile konnte sich nach langer Pause mal wieder ein wenig Spam durch meine Mailfilter winden. Angeboten wird dann passenderweise ein wenig Sodomie … aber nur mit so langweiligen Tieren wie Hunden und Pferden. Keine Spur von Mulis – trotzdem ein gutes Beispiel, dass man nicht unbedingt Dick Cheney sein muss, um am Irak-Feldzug Geld zu verdienen!

Bei dieser Gelegenheit noch ein Tipp für die vorgebliche Absenderin: „Blowjob“ schreibt sich mit „b“ am Ende!

Scott Rosenberg’s Blog

In den vergangenen Tagen habe ich häufig am Rechner gesessen, vor einem bis auf den blinkenden Cursor leeren Fenster, um die ganzen Eindrücke und Gedanken aus der letzten Zeit zum Thema „War on Iraq“ (oder wahlweise „War in Iraq“, da schwanken die Networks hier ein wenig) zusammen zu fassen.

Angesichts unzähliger Beiträge dazu in unzähligen Publikationen habe ich mich aber doch entschieden, es bei Links zu Scott Rosenberg zu belassen. Der Salon-Kolumnist bringt in seinem Blog auch viele meiner Gedanken auf den Punkt. Ob noch kurz vor Kriegsausbruch ( Eve of Destruction und das resultierende Postscript), zum Verhalten der Medien ( CNN and the denial of death ) oder zu den Fehleinschätzungen der US-Geheimdienste jetzt und für die Zukunft ( Nationalism: The Iraqi backbone ). Extrem lesenswert …

„Please stand for the National Anthem!“

Heute Abend waren wir dann auch endlich mal in der Oper. Und es wurde interessanterweise nicht nur auf der Bühne gesungen – denn vor Beginn der Aufführung hat das Orchester erst einmal die Nationalhymne intoniert. Alles aufstehen und mitsingen!

Wir haben zwar nicht eingestimmt (und auch rechte Hand auf die Brust war uns ein wenig zu viel), aber zugegebenermaßen ein interessantes Gefühl. „Erhebend“ trifft es nicht ganz, die Ernsthaftigkeit und Inbrunst vieler Umstehender ist gerade für vaterlandslose Gesellen wie uns Deutsche trotzdem beeindruckend …

„Shame on you, Mr. Bush!“

Mittlerweile hattet ihr ja alle die Chance, euch die Oscar-Verleihung selber anzusehen (oder habt die Ergebnisse ohnehin in den Medien mitbekommen), so dass ich nichts mehr vorwegnehme …

Das Drumherum der ganzen Veranstaltung war schon sehr deprimierend: Erst im Namen der Sicherheit kein roter Teppich, und dann sind (bzw. werden) alle bemüht, im Namen der „Staatsraison“ bloß keine politischen Äußerungen zu tätigen. Wann auch, wenn nach 30 Sekunden Dankesrede das Mikro verschwindet und die Musik einsetzt. Zum Glück gab es trotzdem Highlights – allen voran natürlich Michael Moore, dessen „Shame on you, Mr. Bush!“-Rede hier auf ein sehr negatives Echo gestoßen ist. Praktisch alle Kommentatoren werfen dem Dokumentarfilmer vor, er sei „rude and inappropriate“ gewesen. Eine solche Meinungsäußerung gehöre nicht zu den Oscars. Und schon gar nicht solch ein direkter Angriff auf den Präsidenten. Die patriotische Fassade wird immer zwanghafter aufrecht erhalten. Bin gespannt, wie lange die schlechter werdenden Nachrichten vom „War on Iraq“ hier noch von den großen Fernsehsendern ignoriert oder herunter gespielt werden … im direkten Kampf „Einschaltquote durch schockierende Bilder vs. Patriotischer Maulkorb und Scheuklappen“ gewinnt irgendwann doch das Geld!

Die Gewinner liegen natürlich auch bei oscar.rowlff.de vor. Glückwunsch an Katharina! Und nächstes Jahr erhoffe ich mir mehr Teilnehmer!

[Update] Dank Guidos unauffälligem Hinweis habe ich mich heute endlich aufgerafft, die Funktion zur automatischen Größenanpassung der Bilder-Popups zu perfektionieren. Aufgefallen war es mir schon vorher, aber wie üblich begibt man sich erst an die Arbeit, wenn jemand anders sich beschwert! (^_^)

Red Carpet

Nach langen Überlegungen wird die Oscar-Verleihung wie vorgesehen am Sonntag stattfinden. Allerdings haben einige geladene Gäste abgesagt, und der vielleicht interessanteste Teil fällt ganz aus: Das Flanieren über den roten Teppich.

Dieses Jahr also keine kreischenden Fans, aufsehenerregenden Kleider (je unbekannter, desto gewagter), oder Vorabkommentare, weil alles durch den Hintereingang feige in den Saal schleicht.

Ein Grund mehr, bei oscar.rowlff.de mitzumachen. Wenigstens ein bisschen Spannung … (^_^)