We know you …

Da kann man sich schon wundern, wie viel Amazon mittlerweile über uns alle weiß. Für Katharina heute als Vorschlag in ihrer Gold Box: Das „What shall I do with my life?“ Lebenshilfe-Buch …

Big Buchhändler is watching you!

(Für diejenigen, denen das Prinzip der „Gold Box“ unbekannt ist – meines Wissens hat amazon.de das noch nicht: Jeden Tag wird eine Liste mit 10 Artikeln generiert, die nach Ansicht von Amazon für den jeweiligen Kunden interessant sein können. Diese kann man dann mit teils riesigen Rabatten erwerben. Der Haken bei der Sache: Man kann sich die Angebote nur einmal der Reihe nach ansehen, und muss bei jedem sofort entscheiden, entweder auf der Stelle zu kaufen oder das Angebot für immer verfallen zu lassen …

A propos Buch: Wie wäre der „Herr der Ringe“, wenn ihn jemand anders geschrieben hätte?

Itsy-Bitsy-…

Im prüden Amerika werden zwei Ereignisse jedes Jahr mit Spannung erwartet: Die Dessous-Modenschau von Victoria’s Secret und die Swimsuit-Edition von Sports Illustrated.

Letztere zum Beispiel kann man sich als Pirelli-Kalender mit etwas weniger Haut vorstellen. Denn natürlich sind alle Models, wenn auch knapp, züchtig bedeckt … trotzdem gibt es (für beide Anlässe) nicht nur eine Menge Coverage in den Medien, sondern gerne auch Proteste angesichts so viel Liederlichkeit , die dem üblicherweise nicht so uptighten Europäer schon sehr seltsam anmuten!

Noch etwas aus der Abteilung „Irgendwie cool, haben wollen!“ (^_^): Statt einer teuren Tasche zum Schutz elektronischer Gadgets kann man die Geräte einfach in ein R.A.P.S. einwickeln. In verschiedenen Größen und Farben …

Cheese!

Eine Umfrage bringt es an den Tag: Die Erfindung, auf die die Amerikaner am wenigsten verzichten könnten, ist … weder das Auto, noch Antidepressiva, oder gar die Demokratie – sondern die Zahnbürste.

Andererseits kann mich das kaum noch verwundern. Wenn man die Obsession der US-Bürger (erkennbar an der Menge an Werbung) mit Produkten für weißere Zähne in Form von Tinkturen, Strips oder komplettem Austausch betrachtet, liegt schon die Vermutung nahe, dass Seelenheil und Lebensglück ausschließlich von einem „Bright Smile“ abhängen …

It’s the law!

Bisher hatten wir ja noch nichts mit der – in Form von Polizisten und Border Patrol hier sehr präsenten – Staatsgewalt zu tun (mit Ausnahme der Routinekontrollen, für die der Highway kurzerhand gesperrt wird). Ganz anders ein Bekannter, der letztens nach einem kleinen Swim im Pazifik den groben Fehler gemacht hat sich, wie in Europa völlig normal, am Strand umzuziehen …

Die wenigen Sekunden zwischen Badehose aus und Shorts wieder an haben ausgereicht, einen Vertreter der kalifornischen Bademeister-Zunft (mit Dienstwaffe und -marke) auf den Plan zu rufen, der den Armen erst per Megaphon zurechtgewiesen und sich dann persönlich vorgenommen hat. Ein solches Zurschaustellen von Geschlechtsteilen, vor allem wo Kinder anwesend seien (ein paar hundert Yards den Strand runter), sei ein grobes Verbrechen und könnte für ihn durchaus im Knast enden!

Immer noch die besten Karikaturen in den USA: Mark Fiore zu den Themen Irak und Todesstrafe.

Fatman

Interessante Statistik für heute: Mittlerweile sind 26 % der Amerikaner krankhaft übergewichtig. Mehr als die Hälfte hat ’nur‘ Übergewicht …

Die Gründe dafür, die ein sehr interessantes Buch zusammen fasst ( Rezension in salon.com ), sind vielfältig: Was auffällt, ist, dass immer häufiger auswärts gegessen wird – mittlerweile geben US-Bürger 40 % ihres monatlichen Nahrungsmittelbudgets für das Essen in Restaurants aus. Was hier natürlich üblicherweise FastFood bedeutet.

Im gleichen Atemzug werden die Portionen immer größer für lächerliche Preise. Jede Kette hat hier riesige Burger für 99 Cents im Angebot. Oder McDonalds derzeit zum Beispiel zwei BigMacs für $2.22. Und wenn ich zwei Burger kaufe, dann esse ich sie selbstverständlich auch beide. Ebenfalls aus dem Buch: In den sechziger Jahren hatte eine normale Portion Pommes bei McD 200 Kalorien – heute 610!

Fast vergessen, aber die abgedrehtesten Computerspiele kommen immer noch von Jeff Minters Llamasoft. Wo sonst kommen Lamas oder Schafe in praktisch jedem Spiel vor? (^_^)

Superbowl XXXVII

Nur als Eindruck, das erste Viertel des aktuellen Superbowls …

14:49 – Eine Fliegerstaffel schreibt irgendwas an den Himmel über dem Stadion. Leider unlesbar.

15:03 – Arnold Schwarzenegger präsentiert das Motto des Superbowl XXXVII: „Rise of the Machines“.

15:00 – Co-Kommentator John Madden beginnt die Reportage. Dass er angesichts einer so extrem amerikanischen Veranstaltung ständig von der „World Championship“ spricht, ist schon verwirrend …

15:07 – Einmarsch der Teams. Die Oakland Raiders ungewohnt in Weiß gefolgt von den Tampa Bay Buccaneers in Rot.

15:13 – Celine Dion singt „God bless America“. Ich dachte immer sie wäre Kanadierin. Aber wenn sowieso die Hälfte der US-Bürger glauben, dass Kanada ein amerikanischer Bundestaat ist, und 40 % bei einer Umfrage eine Annexion Kanadas befürwortet haben …

15:15 – Die Dixie Chicks singen die Nationalhymne (Nicht weitersagen: Wir sind nicht aufgestanden). Auf jeden Fall können die Spieler den Text auch nicht besser als deutsche Sportler ihre Hymne. Ab „Rocket’s red glare“ auch Feuerwerk. Dazu ist das Spielfeld gefüllt mit Veteranen und aktiven Soldaten. Anschließend eine andere Fliegerstaffel.

15:22 – Vorstellung des Schiedsrichters (Referee). Und der Gehilfen (Umpires)

15:23 – Münzwurf mit einer extra angefertigten Superbowl-Münze. Die Buccaneers entscheiden sich für Tails, gewinnen und werden als erstes receiven.

15:25 – Kickoff!

15:26 – Erste Werbeunterbrechung …

15:32 – Unsere Vermieterin kommt vorbei, bringt frisch gebackene Cookies und verkündet, dass sie den Superbowl boykottiert (weil ihre Schüler nach so einem Beispiel nie Künstler werden wollen, sondern lieber etwas machen, was mehr Geld bringt!)

15:34 – Nächster Werbeblock. Irgendwann zwischendurch haben die Raiders auch ihre ersten drei Punkte geholt, aber das habe ich wohl verpasst …

15:37 – Tampa Bays Nr. 27 legt einen angeblichen Fumble hin. Der Referee bestätigt die Entscheidung des Referee. Sehr zum Missfallen der Reporter. Und der Raiders, deren Coach eine Challenge versucht.

15:38 – Nach Konsultation der Zeitlupe wird die Entscheidung doch widerrufen. Kein Fumble – 1st & 10 für die Buccaneers.

15:41 – Immer wenn etwas wichtiges passiert, wird der Spieler näher vorgestellt. Interessanterweise sind die Jungs alle Studenten und nennen ihr College. Haben vermutlich nie einen Seminarraum von innen gesehen …

15:47 – Wieder Werbung (Bei Spielstand 3:3 nach einem Field Goal der Buccaneers): Außer extra gedrehten Produktspots gibt es auch jede Menge Trailer kommender Filme „Matrix: Reloaded“, „Matrix: Revolution“, „The Hulk“, „Charlie’s Angels – Full Throttle“, … (^_^)

15:56 – Ein wenig hin und her. Die Raiders verspielen ihre 4 Downs, ebenso die Buccaneers, ohne dass viel passiert.

16:00 – Der aktuelle Spielzug wird in Zeitlupe wiederholt, inklusive eingeblendeten Markierungen und Pfeilen. Ich verstehe trotzdem nicht, was passiert ist!

16:05 – Der Schiedsrichter erläutert per Mikro seine aktuelle Entscheidung.

16:07 – Spektakulärer Intercept von Raider Nr.23. Aua!

16:11 – End of 1st Quarter – guter Schnitt: nur 46 Minuten für 15 Minuten Spielzeit.

… soviel dazu. Das Spiel wird noch einige Zeit dauern, ebenso die große Party bei Nachbars, auch wenn die Band natürlich während des Spiels pausiert

Endstand übrigens: Raiders 21 – Buccaneers 48

Lotsa Links

Heute einfach mal nur eine Sammlung von Links, die in den letzten Tagen so angefallen sind …

Und zu guter Letzt: So wie auf dem Bierkarton auf dem Foto stellen sich wohl durchschnittliche Amerikaner immer noch Deutschland vor … „St. Pauli-Brauerei in Bremen“? „Bedienung im Dirndl“? Schon klar!

Game Day

[leet] Diese Besucherzahl ist doch fast noch schöner als simple 1000 … mal sehen, wann die 31337 voll ist (^_^)

Noch 2 Tage bis zum größten Sportereignis in den USA – und da der Superbowl dieses Jahr in San Diego stattfindet, kriegen wir den ganzen Aufstand hautnah mit. Wobei ich trotz des ganzen Drumherums erst heute erfahren konnte, welche Mannschaften eigentlich gegeneinander antreten. Vermutlich gilt das als Allgemeinwissen, das nicht näher erläutert werden muss …

Auf jeden Fall sind es die Tampa Bay Buccaneers gegen die Oakland Raiders. Die Fans von letzteren sind landesweit als besonders gewalttätig bekannt, ergo gibt es noch mehr Sicherheitsmaßnahmen als ohnehin schon (wg. Terrorismusgefahr, das gilt ja hier für alles).

Karten sind selbstverständlich weder bezahlbar noch überhaupt zu bekommen, deswegen werden wir wohl ein paar Bekannte einladen und das Spektakel im TV verfolgen. Ist sowieso besser, damit man in den Pausen die extra gedrehten Spots in der teuersten Werbezeit der Welt mitbekommt …

Sportlicher Link dazu: Anderswo werden Rekorde im Handy-Weitwurf aufgestellt.

Donald strikes back!

Jetzt kann es wirklich nicht mehr lange dauern, bis Deutschland zur „Axis of Evil“ gezählt wird. Zu den aktuellen Differenzen über Rumsfelds Bemerkungen und die deutschen und französischen Erwiderungen scheinen sich die Mainstream-Medien (die ich heute Nachmittag einfach mal ein wenig per zapping konsultiert habe) hier natürlich einig zu sein: Die missmutigen Europäer haben keine Ahnung, wie böse Saddam wirklich ist, und müssen (wieder mal) vor sich selber gerettet werden – denn wie alle wissen, haben wir Probleme mit Schnurrbartträgern. Ein Punkt, der gerne zitiert wird, wenn die aktuellen Argumente ausgehen. Und natürlich werden die USA alleine agieren, wenn der Rest der Welt nicht mitzieht oder gar Kritik wagt.

Auch wenn die Zustimmungswerte in der US-Bevölkerung für Dubyas Politik weiter sinken (von 62 % im Dezember auf gut 50% im Januar), im Europa-Bashing sind sich die meisten einig …

Als Ausgleich eine süße Sammlung von japanischen Emoticons . Viel origineller als das ewige 🙂 (Nach Guidos Hinweis heute mit Quellenangabe: Aus dem Schockwellenreiter.)

Work works

Mittlerweile sind es ziemlich genau drei Monate, seit ich das letzte Mal als Dozent tätig war. Und ich muss zugeben, dass ich das Arbeiten vermisse: Nicht dass ich so begeistert davon wäre, früh aufzustehen, und dann einer Bande mehr oder weniger aufmerksamer Teilnehmer acht Unterrichtsstunden ein Thema zu vermitteln, dass ich selber schon x-mal durchgekaut habe – aber eitel wie ich bin, fehlt mir einfach die Bestätigung, die mir nach einem guten Kurs entgegen gebracht wird.

Da traf es sich um so besser, dass ich jetzt das Programm für die anstehenden Experimente in Katharinas „Child Language Lab“ schreibe. Heute habe ich der Belegschaft den ersten lauffähigen Prototyp vorgeführt, und alle waren so begeistert von meiner Arbeit, dass ich mich gleich viel besser fühle. Genug gute Laune für den ganzen Tag 🙂

Und wie sagte es die Professorin so schön? „If you need any more books, just let me know.“ Mal sehen, was ich noch so alles haben möchte …

Lange keinen mehr gehabt: Link des Tages ist der Middle Earth Name Generator . Einfach den eigenen eingeben, und wundern wie man auf Elfisch, Zwergisch, Orkisch, … heißt. Mir gefällt mein „Akkukh the Crippler“ ziemlich gut!