Dank JetLag sind wir schon um halb fünf aufgewacht, so dass ein langer Tag vor uns lag, uns um die ersten wichtigen Dinge zu kümmern …
Zunächst aber konnten wir im Hellen das Haus bewundern, in dem Katharinas Bekannte hier in La Jolla wohnt (siehe Foto). Hätten wir spontan auch genommen – um so mehr wenn wir schon gewusst hätten, welche ‚Perlen‘ amerikanischer Wohnkultur auf unserer Suche noch vor uns liegen!
Kurz eingekauft (inklusive einer Lokalzeitung, der Anzeigen wegen), und nach einem amerikanischen Frühstück mit Cereals ging’s los: Erst einmal an die San Diego State University, mit dem Hintergedanken, in der Nähe eine Bleibe zu finden. Allerdings ist das Viertel dermaßen heruntergekommen (ein Riesenkontrast zum edlen Uni-Gelände), dass wir spontan entschlossen haben, weiter weg zu wohnen. Und ein Auto brauchen wir ohnehin.
Also ein paar der Anzeigen abgeklappert: Interessanterweise kann man in den USA einfach zu den zu vermietenden Wohnungen fahren, die stehen dann offen, und man sieht sich alles an. Sofern man sich nicht von den allgegenwärtigen „No Trespassing – Armed response!“-Schildern abschrecken lässt.
Kurz zusammengefasst: Grausam! Was zum Beispiel in einer Anzeige als „charming cottage“ vorgestellt wurde, entpuppte sich als Bruchbude in jeder Hinsicht. Und noch mit einer Vorladung für den Vormieter an die Tür geklebt. Das ganze für $875, versteht sich.
Erst ab $1500 im Monat wurde es langsam besser, war aber noch nicht wirklich unter ‚Traumwohnung‘ zu verbuchen. Arg ernüchtert haben wir dann erst einmal mit dem Chair von Katharinas Department einen Besichtigungstermin für sein Gästehaus vereinbart.
Zum Ausgleich stand dafür der erste Behördengang an. Die Social Security Number beantragen, ohne die hier gar nichts geht. Nach gut einer Stunde Wartezeit (und einer Sicherheitsüberprüfung, weil öffentliche Gebäude hier nur noch gegen Ausweis und Taschenkontrolle zu betreten sind) die lapidare Erklärung: „Die Daten unserer Einreise wurden von der INS noch nicht eingegeben. Kann bis zu 60 Tage dauern!“. Wir haben dann einfach alles wieder mitgenommen, und werden es in einer anderen Zweigstelle nochmal probieren … soll ja helfen!
Reichlich desillusioniert wieder nach Hause. Und schon um 18.00 Uhr waren wir so todmüde, dass wir ins Bett gegangen sind. Mir scheint, als wären wir beim letzten Mal mit dem JetLag besser und schneller zurechtgekommen. Man wird doch älter …
